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Erfurt: Bauern protestieren gegen geplantes Naturschutzgesetz

Gummistiefel und grüne Kreuze  

Bauern protestieren gegen geplantes Naturschutzgesetz

05.02.2021, 12:11 Uhr | dpa

Erfurt: Bauern protestieren gegen geplantes Naturschutzgesetz. Gummistiefel stehen vor der Arena Erfurt, wo am Freitag der Thüringer Landtag tagte: Mit einer Protestaktion forderten Bauern einen Stopp des geplanten Naturschutzgesetzes.  (Quelle: dpa/Michael Reichel)

Gummistiefel stehen vor der Arena Erfurt, wo am Freitag der Thüringer Landtag tagte: Mit einer Protestaktion forderten Bauern einen Stopp des geplanten Naturschutzgesetzes. (Quelle: Michael Reichel/dpa)

Vor dem Steigerwaldstadion in Erfurt haben sich Bauern zum Protest versammelt. Sie forderten einen Stopp des geplanten Naturschutzgesetzes – und bangen um ihren Existenzen.

Mit aufgestellten Gummistiefeln und grünen Kreuzen haben Thüringer Bauern gegen das vom Bund geplante Naturschutzgesetz protestiert. Sie forderten am Freitag vor der Sitzung des Thüringer Landtags in der Arena am Erfurter Steigerwaldstadion einen Stopp des Gesetzesvorhabens. Es sieht unter anderem strengere Regeln für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und die Ausweitung von Schutzgebieten vor. An der Protestaktion beteiligten sich nach Angaben des Thüringer Bauernverbandes rund 50 Landwirte.

Das Gesetz würde dazu führen, dass im Land rund 85.000 Hektar an Acker- und Grünlandfläche nicht mehr wirtschaftlich nutzbar seien, kritisierte der Sprecher des Thüringer Bauernverbandes, Axel Horn. Das betreffe sowohl den Anbau von Getreide als auch von Raps und Zuckerrüben. Mit den Plänen, in Natura-2000-Schutzgebieten ein Verbot von Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmitteln sowie von Insektenvernichtungsmitteln einzuführen, stünden zahlreiche Agrarbetriebe im Freistaat vor dem wirtschaftlichen Aus.

Vertreter des Thüringer Bauernverbandes (TBV) stehen vor der Arena Erfurt: Nach Angaben des Verbandes beteiligten sich rund 50 Landwirte an dem Protest.  (Quelle: dpa/Michael Reichel)Vertreter des Thüringer Bauernverbandes (TBV) stehen vor der Arena Erfurt: Nach Angaben des Verbandes beteiligten sich rund 50 Landwirte an dem Protest. (Quelle: Michael Reichel/dpa)

Agrarstaatssekretär Torsten Weil erklärte auf Twitter, dass die Sorgen der Bauern ernst genommen würden. Der Freistaat werde sich auch im Bundesrat entsprechend verhalten, wenn das Gesetz die Länderkammer erreiche. Es gehe um einen guten Ausgleich zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.

Die Bundesministerien für Umwelt und Agar liegen wegen des geplanten Gesetzes im Streit. Der Entwurf könnte am kommenden Mittwoch im Bundeskabinett auf der Tagesordnung stehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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