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Oberbürgermeister erntet Kritik zu Öffnungsidee für Läden

Erfurt  

Oberbürgermeister erntet Kritik zu Öffnungsidee für Läden

05.03.2021, 16:04 Uhr | dpa

Oberbürgermeister erntet Kritik zu Öffnungsidee für Läden. Astrid Rothe-Beinlich (Bündnis 90/Die Grünen)

Astrid Rothe-Beinlich (Bündnis90/Die Grünen), Fraktionschefin der Linken in Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit heftiger Schelte hat die Grünen-Fraktion im Thüringer Landtag auf eine Idee von Erfurts Oberbürgermeister reagiert, den Einzelhandel in der Stadt in Verbindung mit Schnelltests probeweise zu öffnen. "So sehr der Wunsch nach offenen Geschäften verständlich ist, Verantwortung geht einfach anders", kritisierte die Fraktionsvorsitzende Astrid Rothe-Beinlich am Freitag. Außerdem seien Schnelltests kein Freibrief, um sorglos agieren zu können. Kontaktvermeidung sei weiter entscheidend.

Der wirtschaftspolitische Sprecher Olaf Müller ergänzt: "Ein kalkulierbares Risiko, wie es Herr Bausewein nennt, besteht meines Erachtens nicht. "Hier wird Russisches Roulette mit den Menschen gespielt, die sehnsüchtig auf Lockerungen warten und sich dann auf die Aussagen eines Bürgermeisters verlassen", sagte Müller. "Wenn im Umland die Geschäfte geschlossen bleiben, dann führt das zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft beim Einkaufen zwischen Erfurt und dem Rest in Thüringen." Das führe zu mehr Unmut bei den Menschen.

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) hatte zuvor ein Öffnungsexperiment in der Thüringer Landeshauptstadt vorgeschlagen: An einem Freitag und Samstag in Folge sollten Geschäfte für Einwohner zum Shoppen öffnen. Um das in der Pandemie zu ermöglichen, sollten kaufwillige Bewohner sich mit von der Stadt kostenlos bereit gestellten Corona-Schnelltests in für diesen Zweck errichteten Testzentren in der Stadt auf das Virus untersuchen lassen. Bei negativen Testergebnisse würden sie ein wie etwa bei Festivals übliches Bändchen erhalten. Diese wären quasi die Eintrittskarte, um in den Läden unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln ohne Voranmeldung einkaufen gehen können. Voraussetzung für dieses "Experiment mit kalkulierbarem Risiko", wie es Bausewein nannte, wäre die Zustimmung des Landes und eine sich nicht dramatisierende Infektionslage in der Stadt.

Thüringenweit lag die Zahl der bekannten Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage dem Robert Koch-Institut zufolge bei 129. Seit Langem ist Thüringen das am stärksten betroffene Bundesland. In Erfurt betrug der Wert am Freitag rund 77 - am Vortag lag er bei 72.

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