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Junge Katholiken in Erfurt: Kritik an Segnungsverbot für homosexuelle Paare

Junge Katholiken in Erfurt  

Kritik an Segnungsverbot für homosexuelle Paare

22.03.2021, 15:24 Uhr | dpa

Junge Katholiken in Erfurt: Kritik an Segnungsverbot für homosexuelle Paare. Ein Arbeiter hängt eine Regenbogenfahne auf (Symbolbild): Ihre Kirche und ihren Glauben zu verteidigen, wird für Katholiken in Thüringen immer schwerer. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Ein Arbeiter hängt eine Regenbogenfahne auf (Symbolbild): Ihre Kirche und ihren Glauben zu verteidigen, wird für Katholiken in Thüringen immer schwerer. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

In Erfurt haben sich junge Katholiken empört über das Segnungsverbot für homosexuelle Paare gezeigt. Nicht nur betroffene Paare, sondern auch Kirchenmitarbeiter bringe der Erlass des Vatikans in Gewissensnöte.

Mit großem Unverständnis hat auch die katholische Jugend im Diözesanverband Erfurt auf das vom Vatikan erlassene Segnungsverbot für homosexuelle Paare reagiert. Der Diözesanvorstand des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) sei empört über die Ablehnung, teilte der Verband am Montag mit. Der Verband setze sich schon seit einigen Jahren für einen Segensritus für gleichgeschlechtliche Partnerschaften ein.

Viele, besonders junge, Katholiken in Deutschland befürworteten die Segnung homosexueller Paare. Gerade in Thüringen, wo Katholiken eine Minderheit seien, falle es angesichts solcher Entscheidungen immer schwerer, ihre Kirche und ihren Glauben zu verteidigen.

Kirchenmitarbeiter geraten in "Gewissensnöte"

"Zum einen herrscht eine große Not unter jenen Gläubigen, die selbst in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben und sich einen Segen für ihre Beziehung wünschen", hieß es in der Mitteilung. Sie fühlten sich bewusst ausgegrenzt.

Zudem würden Kirchenmitarbeiter zunehmend von gleichgeschlechtlichen Paaren für Segensfeiern angefragt und gerieten in solchen Situationen in Gewissensnöte, wenn sie den Segen eigentlich gerne spenden würden, es die kirchliche Lehre und damit ihre arbeitsrechtliche Situation aber verbiete. "Dass solche Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare dann eher im Geheimen stattfinden, kann keine Lösung sein."

Die römische Glaubenskongregation hatte am Montag vergangener Woche klargestellt, dass die Kirche nicht befugt sei, homosexuelle Paare zu segnen. Unzulässig sei jede Segnungsform, die eine homosexuelle Partnerschaft anerkenne. Dies hat in der katholischen Kirche in Deutschland einen Proteststurm entfacht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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