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Corona/Erfurt: Polizei Thüringen registriert 2020 weniger Verkehrsunfälle

Homeoffice und Heimunterricht  

Thüringer Polizei registriert 2020 weniger Verkehrsunfälle

08.04.2021, 15:29 Uhr | dpa

Corona/Erfurt: Polizei Thüringen registriert 2020 weniger Verkehrsunfälle. Ein Radfahrer weicht einer geöffneten Autotür aus (Symbolbild): 2020 wurden in Thüringen mehr Unfälle mit Radfahrern erfasst.  (Quelle: dpa/Marijan Murat/dpa/dpa-tmn)

Ein Radfahrer weicht einer geöffneten Autotür aus (Symbolbild): 2020 wurden in Thüringen mehr Unfälle mit Radfahrern erfasst. (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-tmn/dpa)

In Thüringen hat die Polizei im Pandemie-Jahr 2020 deutlich weniger Verkehrsunfälle erfasst als im Vorjahr. Corona hat somit nicht nur negative Folgen. Eine Gruppe war jedoch häufiger in Unfälle verwickelt als zuvor.

Mehr Homeoffice und Unterricht zuhause, dafür weniger Fahrten ins Büro und zur Schule: Im Pandemie-Jahr 2020 hat die Polizei in Thüringen 47.920 Verkehrsunfälle registriert – 7.870 weniger als im Jahr zuvor. Allerdings seien mehr Unfälle mit Radfahrern erfasst worden, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Demnach zählte die Polizei im vergangenen Jahr 1.787 Unfälle, bei denen Radler involviert waren. 2018 waren es 1.703. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der 1.787 Unfälle hätten die Radfahrenden selbst verursacht.

Auch die Zunahme bei den Radunfällen führt das Ministerium auf die Pandemie zurück: So steigen etwa dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zufolge in der Krise mehr Menschen aufs Rad um, etwa auch um die Fahrt in vollen Bahnen und Bussen zu vermeiden.

Innenminister Maier will Radwegenetz ausbauen

"Wir dürfen uns nicht auf den vergleichsweise positiven Zahlen des Jahres 2020 ausruhen", sagte Innenminister Georg Maier (SPD). Nach der Krise werden wieder mehr Bürgerinnen und Bürger auf der Straße unterwegs sein. Vor allem müsse mehr in die Sicherheit für Radfahrer investiert werden. "Ich werbe dafür, dass Kommunen und Land das Radwegenetz weiter ausbauen", so Maier.

Insgesamt sind im vergangenen Jahr 83 Menschen im Thüringer Straßenverkehr gestorben, 2019 waren es 92. Die Anzahl der Schwerverletzten sank um rund zehn Prozent auf 1.489 und die der Leichtverletzten um rund 15 Prozent auf 5.010.

Zahl der Verkehrstoten ging bundesweit zurück

Die Hauptunfallursachen haben sich laut Ministerium im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert. Am häufigsten (rund 29 Prozent) waren sie darauf zurückzuführen, dass mindestens ein Beteiligter zu schnell unterwegs war. Bei rund 25 Prozent wurden Vorfahrtsregeln missachtet. Auch Alkohol (13 Prozent) spielte eine Rolle.

Auch bundesweit war die Zahl der Verkehrstoten laut Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden von Februar im Jahr 2020 um 10,7 Prozent auf 2.719 gesunken. Das sei der niedrigste Stand seit mehr als 60 Jahren gewesen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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