Sie sind hier: Home > Regional > Erfurt >

Polizeigewerkschaft wehrt sich gegen Kritik wegen Impfungen

Erfurt  

Polizeigewerkschaft wehrt sich gegen Kritik wegen Impfungen

08.04.2021, 15:42 Uhr | dpa

Polizeigewerkschaft wehrt sich gegen Kritik wegen Impfungen. Polizeibeamtin

Eine Polizeibeamtin trägt ihre Dienstwaffe am Gürtel. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Erfurt (dpa/th) – In der Diskussion um die Impfreihenfolge hat die Gewerkschaft der Polizei Thüringen verteidigt, dass auch Polizeibedienstete mit Bürojobs eine Impfberechtigung erhalten haben. "Jede Tarifbeschäftigte in irgendeinem Büro der Thüringer Polizei hat irgendwann automatisch Kontakt zu einem Vollzugsbeamten, der aus einem corona-behafteten Einsatz zurückkommen kann", argumentierte die Gewerkschaft in einer Mitteilung von Donnerstag.

Wie solle einer Mutter erklärt werden, dass der Hubschrauber der Thüringer Polizei zur Suche nach ihrem vermissten Kind nicht starten kann, weil die Besatzungen mit Corona-Infektionsverdacht in Quarantäne sind, weil sie eben noch nicht mit Impfen dran waren, fragte die Gewerkschaft. Auch würde ein Ausfall von Mitarbeitern in den Laboren des Landeskriminalamts zur Folge haben, dass schwere Straftaten nicht geklärt werden könnten, so die Gewerkschaft weiter.

Zuvor war bekannt geworden, dass bei der Thüringer Polizei auch Bedienstete mit Bürojobs eine Corona-Impfberechtigung erhalten, also auch solche, die nicht auf der Straße unterwegs, sondern fast ausschließlich im Inneneinsatz tätig sind. Allerdings zählt die Bundesimpfverordnung aktuell nur Polizei- und Einsatzkräfte zu derzeit geöffneten Prioritätengruppen, "die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind".

Das SPD-geführte Innenministerium hatte das Vorgehen bei der Polizei dennoch verteidigt. Mit den Formulierungen in der Impfverordnung sei das Feld der möglichen Impfberechtigten bei der Polizei "gerade nicht trennscharf festgelegt", sagte eine Ministeriumssprecherin.

Kritik kam aus dem Gesundheitsministerium von Heike Werner (Linke): Die gesellschaftliche Debatte über das Impfen zeige aber, dass ein vermeintlicher Verstoß gegen die festgelegte Reihenfolge zumindest moralisch falsch und auch unfair gegenüber den Risikogruppen sei.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal