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Bisher keine Austrittswelle in der CDU nach Laschet-Kür

Erfurt  

Bisher keine Austrittswelle in der CDU nach Laschet-Kür

22.04.2021, 16:17 Uhr | dpa

Bisher keine Austrittswelle in der CDU nach Laschet-Kür. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet

Armin Laschet (CDU) gibt an der Spree ein Interview. Foto: Kay Nietfeld/dpa (Quelle: dpa)

Nach der Entscheidung der CDU-Spitze für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten gibt es in Thüringen bisher keine Austrittswelle aus der CDU. "Ich habe keine Signale, dass Mitglieder als Reaktion auf die Vorstandsentscheidung massenhaft die CDU in Thüringen verlassen wollen", sagte Generalsekretär Christian Herrgott am Donnerstag auf Anfrage in Erfurt. Es habe in den vergangenen Tagen dazu auch keine große Zahl an Anrufen in der Landesgeschäftsstelle gegeben.

In Thüringen hatte es nach Einschätzung von Landeschef Christian Hirte eine deutliche Präferenz für CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat der Union gegeben. Vor allem der südliche Teil Thüringens orientiert sich stark zum Nachbarland Bayern. Laut Herrgott hat die Thüringer CDU derzeit rund 8700 Mitglieder. Sie sei relativ stabil. Im vergangenen Jahr habe die Mitgliederzahl bei 8800 gelegen.

Nach einem Zeitungsbericht warf der ehemalige CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus Landeschef Hirte mangelnde Unterstützung für Laschet vor. "Ich verstehe diese Thüringer Unions-Führung weder aus inhaltlichen noch aus taktischen Gründen", sagte Althaus der "Thüringer Allgemeinen" (Online-Ausgabe).

Der Ex-Regierungschef übte auch grundsätzliche Kritik an der Thüringer CDU-Führung: "Seit sehr langer Zeit verfällt die Thüringer Union, und es gibt keine Arbeit mit der sogenannten Basis." Auch die geplante Bundestagskandidatur von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen in Südthüringen bewertete Althaus kritisch. "Warum ist Hirte nicht dort Tag und Nacht aktiv, um Maaßen zu verhindern?", sagte er laut dem Zeitungsbericht.

Herrgott verteidigte hingegen Hirtes Einschätzung, dass viele Mitglieder für Söder als Kanzlerkandidat gewesen seien. Auf mehreren Konferenzen habe sich die Thüringer Parteispitze mit mehr als 100 Ortsvorsitzenden ausgetauscht. Auch mit den Kreisverbänden habe es Gespräche gegeben. "13 von 15 Kreisvorsitzenden votierten für Markus Söder. Dieses klare Votum hat Christian Hirte im Bundesvorstand wiedergegeben."

Hirte hatte das Votum der CDU-Spitze für Laschet als "Entscheidung gegen die CDU-Basis" gewertet. Er hatte aber auch dazu aufgerufen, sich jetzt hinter Laschet zu versammeln und die Debatte auf Inhalte zu konzentrieren.

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