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Erfurt: Immer mehr Angriffe auf Polizisten – "alarmierender Trend"

CDU-Politiker fordert Rückhalt  

Immer mehr Angriffe auf Polizisten – "alarmierender Trend"

04.05.2021, 09:55 Uhr | dpa

Erfurt: Immer mehr Angriffe auf Polizisten – "alarmierender Trend". Demonstranten der rechtsextremen Gruppierung "Neue Stärke Erfurt" stehen bei einer Kundgebung am 1. Mai auf dem Domplatz: Allein in Erfurt und Schmalkalden wurden zuletzt vier Beamte verletzt.  (Quelle: dpa/Michael Reichel)

Demonstranten der rechtsextremen Gruppierung "Neue Stärke Erfurt" stehen bei einer Kundgebung am 1. Mai auf dem Domplatz: Allein in Erfurt und Schmalkalden wurden zuletzt vier Beamte verletzt. (Quelle: Michael Reichel/dpa)

In Thüringen kommt es immer häufiger zu Gewalt gegen Polizisten. Allein am 1. Mai wurden mehrere Beamte angegriffen – auch in Erfurt. Ein CDU-Politiker fordert nun mehr Rückhalt und Bodycams für die Polizei. 

Die Zahl der Angriffe auf Polizisten in Thüringen steigt. Allein in den vergangenen Tagen wurden bei Protestaktionen in Schmalkalden und am 1. Mai in Erfurt vier Beamte tätlich angegriffen und verletzt. Gewerkschafter sowie der CDU-Innenpolitiker Raymond Walk sprechen von einem alarmierenden Trend, der sich seit 2020 fortsetze. Im vergangenen Jahr waren 227 Thüringer Polizisten im Einsatz tätlich angegriffen worden. Ein Jahr zuvor waren es nach Zahlen des Innenministeriums 164 tätliche Angriffe auf Vollzugsbeamte der Polizei.

Raymond Walk, Abgeordneter und Innenpolitiker der CDU-Landtagsfraktion in Thüringen (Archivbild): Seiner Meinung nach sollte die Polizei wieder mehr Rückhalt erfahren und auch in Thüringen mit Bodycams ausgestattet werden.  (Quelle: dpa/Martin Schutt)Raymond Walk, Abgeordneter und Innenpolitiker der CDU-Landtagsfraktion in Thüringen (Archivbild): Seiner Meinung nach sollte die Polizei wieder mehr Rückhalt erfahren und auch in Thüringen mit Bodycams ausgestattet werden.

Walk sprach von einem Anstieg von etwa 38 Prozent. "In einem Jahr, in dem es pandemiebedingt weniger Einsätze gab, ist die Zunahme besonders erschreckend", erklärte der CDU-Abgeordnete, der die Situation bei den Einsätzen am 1. Mai zum Thema im Innenausschuss des Landtags machen will. Mutmaßlich rechts- und linksextremistische Tätergruppierungen hätten einmal mehr den Tag der Arbeit für politische Gewalttaten genutzt. Es sei zu Angriffen auf Polizisten sowie zu Sachbeschädigungen gekommen.

Polizisten am 1. Mai attackiert

In Schmalkalden waren vor einigen Tagen Polizisten von aufgebrachten Demonstranten umringt, beschimpft und angegriffen worden. In Erfurt waren am vergangenen Samstag nach Polizeiangaben etwa 70 Angehörige der rechten und gewaltbereiten Szene am Bahnhof abgefangen und zurück geschickt worden. Zwei Polizisten seien durch Aggressionen einzelner Teilnehmer und Flaschenwürfe verletzt worden. Eine schwierige Situation für die Polizei gab es am 1. Mai auch in Weimar, wo die Polizei eine Verbotsverfügung gegen eine Versammlung der Querdenken-Szene durchsetzen musste, zu der etwa 1.000 Menschen kamen.

Es zeige sich, "dass das offenkundige Auseinanderdriften von Teilen der Gesellschaft auch einen Einfluss auf das Bild der Polizei hat", so Walk. "Sie wird leider immer häufiger nicht mehr 'als Freund und Helfer', sondern offenbar als Gegner wahrgenommen". Walk verlangte mehr Rückhalt der Politik für die Polizei sowie den Einsatz von Bodycams auch in Thüringen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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