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Kinder und Jugendsportbericht: Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig

Jugendsportbericht in Essen vorgestellt  

Mehrheit der Kinder und Jugendlichen bewegt sich zu wenig

29.10.2020, 14:24 Uhr | AFP

Kinder und Jugendsportbericht: Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig. Kinder rennen beim Schulsport durch eine Turnhalle (Symbolbild): Laut dem neuen Kinder- und Jugendsportbericht bewegen sich die meisten Kinder zu wenig. (Quelle: imago images/viennaslide)

Kinder rennen beim Schulsport durch eine Turnhalle (Symbolbild): Laut dem neuen Kinder- und Jugendsportbericht bewegen sich die meisten Kinder zu wenig. (Quelle: viennaslide/imago images)

Der neue Kinder- und Jugendsportbericht ist in Essen vorgestellt worden – mit ernüchterndem Ergebnis. Die meisten Kinder und Jugendlichen bewegen sich viel zu wenig. 

Die überwältigende Mehrheit deutscher Kinder und Jugendlicher bewegt sich im Alltag zu wenig. 80 Prozent der Heranwachsenden unterschreiten die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen 45 Minuten Sport am Tag, wie aus dem am Donnerstag in Essen vorgestellten vierten Deutschen Kinder- und Jugendsportbericht der Krupp-Stiftung hervorgeht. Vor allem das Sitzverhalten beim Medienkonsum sei "alarmierend".

Unter dem Bewegungsmangel leide auch die motorische Leistung der Jugend, die seit Jahren stetig nachlasse. Besonders Mädchen und junge Frauen treiben laut Bericht zu wenig Sport. Langfristig könne sich das Dauersitzen mit geringem Energieumsatz im Alltag negativ auf die psychische und körperliche Gesundheit auswirken.

Bewegung kann heilen

Ein weiteres Ergebnis des Berichts ist, dass auch chronisch kranke Kinder und Jugendliche von Sport profitieren. Bewegung könne sich sogar positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken, erklärte die Sportmedizinerin Christine Joisten: "Sportliche Aktivitäten und Bewegung tragen zur psychischen Stabilisierung, zur Steigerung der Lebensqualität und zu sozialer Integration bei." Bleibe die Bewegung aus, drohe eine "doppelte gesundheitliche Benachteiligung" chronisch kranker Kinder.

In den vergangenen Jahren seien Sportangebote für Kinder und Jugendliche – zum Beispiel Schwimmbadbesuche – teilweise deutlich teurer geworden. Lediglich im Vereinssport blieben die Mitgliedsbeiträge dem Bericht zufolge konstant.

Dem Bericht zufolge machte ein "erheblicher Anteil" der Heranwachsenden Erfahrung mit "emotionaler, körperlicher oder sexueller Gewalt" beim Sport. Nicht alle Verbände setzten erarbeitete Präventionskonzepte in die Tat um, hieß es.

Sportangebote Fördern

Auf Grundlage der Ergebnisse empfehlen die Autoren des Berichts, mehr Bewegungsanreize im Alltag zu schaffen, etwa durch öffentliche Sportanlagen. Außerdem sollten Sportangebote für Kinder und Jugendliche stärker gefördert werden, damit die Nachfrage nicht sinkt.

Der vierte Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von 18 Arbeitsgruppen aus verschiedenen Bereichen der Sportwissenschaft. Die Untersuchungsreihe der Krupp-Stiftung gibt es seit 2003. Der letzte Bericht erschien vor fünf Jahren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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