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Essen: Neue Selbsthilfegruppe für Eltern drogenabhängiger Kinder

Beratung für Betroffene  

Erste Selbsthilfegruppe für Eltern drogenabhängiger Kinder in Essen

Von Tim Müßle

03.09.2019, 12:01 Uhr
Essen: Neue Selbsthilfegruppe für Eltern drogenabhängiger Kinder. Eine Jugendliche dreht sich einen Joint: Eltern drogenkranker Kinder in Essen finden nun eine Anlaufstelle für Hilfe. (Quelle: imago images/Westend61/Symbolfoto)

Eine Jugendliche dreht sich einen Joint: Eltern drogenkranker Kinder in Essen finden nun eine Anlaufstelle für Hilfe. (Quelle: Westend61/Symbolfoto/imago images)

Eltern von drogenabhängigen Minderjährigen wissen oft nicht, wie es weitergehen soll. Eine neue Selbsthilfegruppe in Essen will Angehörigen nun helfen, die Probleme zu meistern. Es soll aber nicht nur über Sorgen gesprochen werden.

Am Dienstag trifft sich zum ersten Mal eine neue Selbsthilfegruppe für Eltern von drogenkranken Kindern in Essen. Dort haben Angehörige die Gelegenheit, über die Suchtprobleme von Kindern, über Konflikte, Ängste und Sorgen zu sprechen. Die neue Gruppe wurde vom Verein "Arwed" ins Leben gerufen, der Arbeitsgemeinschaft rheinisch-westfälischer Elternkreise drogenabhängiger Menschen. Bei der Gründung wurde der Verein von der LVR-Klinik Essen und der "Suchthilfe direkt Essen" unterstützt.

"In so einer Selbsthilfegruppe können sich Eltern und Angehörige austauschen", sagt Christiane Erbel, Vorsitzende des Arwed-Landesverbandes. "Es geht um ihre aktuellen Befindlichkeiten: Wie geht es mir gerade? Wie geht es meinem Sorgenkind? Wer hat welche Anliegen?"

Eltern stellen fest: Wir sind nicht allein

Bei Treffen von solchen Selbsthilfegruppen stellten Eltern oft fest, dass sie nicht allein mit ihren Problemen seien. "Eine typische Antwort in der Selbsthilfegruppe lautet: War bei mir auch so", schildert Erbel.

Die Gruppenmitglieder tauschen sich aber nicht nur über Befindlichkeiten aus, sondern geben sich auch handfeste Tipps, wie Eltern bei rechtlichen oder finanziellen Fragen Hilfe bekommen können. Zudem lade der Verein Arwed auch immer wieder Experten als Referenten ein, so Erbel. "Beispielsweise kann es um Finanzierungsfragen gehen, wenn Kinder in Wohnheimen untergebracht werden müssen."

"Wollen uns nicht gegenseitig einen vorjammern"

Wozu sind Eltern drogenabhängiger Kinder verpflichtet? Auch darüber werden Experten informieren. Weiterhin berichten Drogenexperten über neue Entwicklungen und Chefärzte aus den Suchtabteilungen über den aktuellen Stand der Forschung.

"So versuchen wir, kompetente Eltern und Angehörige zu werden, um unsere Situation besser zu meistern", sagt Erbel. "Wir wollen uns nicht gegenseitig einen vorjammern, wir wollen uns aus unserem Loch und aus unserer Ohnmacht herausholen, um trotzdem ein erfülltes Leben zu führen."


Darum geht es auch der "Suchthilfe direkt Essen". "Das Leiden von Eltern und Angehörigen der circa 4.000 Drogenabhängigen in Essen ist groß", sagt Gerlinde Reif von der Initiative. Und das möchten die Mitarbeiter der Suchthilfe lindern. Das erste Treffen der neuen Selbsthilfegruppe findet am 3. September ab 19 Uhr im LVR-Klinikum Essen, im Raum 7.05 im Haupthaus, statt. 

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Arwed Landesverband
  • "Suchthilfe direkt Essen"

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