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Chef der Tafel in Essen, Jörg Sartor, stellt Buch zu Integration vor

Nach Debatte um Ausländer-Ausschluss  

Chef der Essener Tafel stellt Buch zu Integration vor

10.09.2019, 14:37 Uhr | dpa

Chef der Tafel in Essen, Jörg Sartor, stellt Buch zu Integration vor. Jörg Sartor, Vorsitzender der Essener Tafel, hebt den Zeigefinger: Er hat ein Buch geschrieben, was er in Essen vorstellt. (Quelle: dpa/Roland Weihrauch/Archivbild)

Jörg Sartor, Vorsitzender der Essener Tafel, hebt den Zeigefinger: Er hat ein Buch geschrieben, was er in Essen vorstellt. (Quelle: Roland Weihrauch/Archivbild/dpa)

Der Vorsitzende der Essener Tafel, Jörg Sartor, hat am Dienstag in Essen sein Buch "Schicht im Schacht" vor gestellt. Darin befinden sich auch Thesen zur Flüchtlingsthematik.

Der Chef der Essener Tafel, Jörg Sartor, hat am Dienstag sein neu erschienenes Buch in Essen vorgestellt. In der "Streitschrift" wirft Sartor der Politik vor, in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig gegen Integrationsprobleme und Verarmung im Ruhrgebiet getan zu haben.

"Vieles, was gerade in Deutschlands größtem Ballungsraum mit zwölf großen Städten geschieht, birgt enormen sozialen Sprengstoff", schreibt Sartor in dem Buch. Besonders im Essener Norden, seiner Heimat, fühlten sich viele Alteingessene "abgehängt, schlichtweg vergessen". Und weiter: "Wenn wir nicht noch mehr Wähler an die AfD verlieren wollen, müssen wir alle ganz genau hinschauen, benennen, was falsch läuft, und anders handeln."

Buch enthält mögliche Lösungsvorschläge

In dem Buch skizziert Sartor auch seine Lösungsvorschläge. So könne etwa eine "Bad Bank fürs Revier" die hohen Altschulden der Kommunen übernehmen und abwickeln. Er fordert einen "Masterplan fürs Revier", einen "Aufbau West". Ein neuer Hilfspakt müsse her: "Ein gesamtdeutscher Soli, der je nach Bedürftigkeit den Kommunen unter die Arme greift und nicht nur Geld von West nach Ost transferiert."


Wegen eines umstrittenen mehrmonatigen Aufnahmestopps für Ausländer an der Essener Tafel war Sartor im Frühjahr 2018 bundesweit bekannt geworden. Das Buch hat der 62-Jährige zusammen mit dem Journalisten Axel Spilcker geschrieben. Es ist am Montag erschienen. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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