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Essen: Vater von totem Luis wird wegen Mordes angeklagt

Zweijähriger verdurstet  

Vater von totem Luis wird in Essen wegen Mordes angeklagt

16.09.2019, 14:05 Uhr | cf, t-online.de

Essen: Vater von totem Luis wird wegen Mordes angeklagt. Ein Schild vor dem Landgericht Essen: Dort wird der Prozess gegen Luis' Vater stattfinden.  (Quelle: imago images/Sven Simon/Archiv)

Ein Schild vor dem Landgericht Essen: Dort wird der Prozess gegen Luis' Vater stattfinden. (Quelle: Sven Simon/Archiv/imago images)

Der Fall hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst: Ende Juli war der zweijährige Luis in Essen verdurstet. Sein Vater muss sich nun wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft Essen hat am Montagmorgen Anklage wegen Mordes gegen den Vater des toten zweijährigen Luis erhoben. Das meldet der WDR. Dem Mann wird vorgeworfen, seinen Sohn Ende Juli rund 18 Stunden in einem Zimmer eingeschlossen und ihm nichts zu trinken gegeben zu haben. Polizisten fanden das tote Kind schließlich in der Wohnung der Eltern. Eine Obduktion ergab, dass der Junge offenbar infolge eines Hitzeschocks an Kreislaufversagen gestorben war. Seitdem saß der 31-jährige Vater in Untersuchungshaft.

Auch Jugendamt in der Kritik

Anfang September mussten sich Mitarbeiter des Essener Jugendamtes in einer nicht-öffentlichen Sitzung vor Stadtpolitikern dazu äußern. Es ging dabei auch um die Frage, ob Luis' Tod hätte verhindert werden können.


Das Amt soll zuvor von einer Kindertagesstätte, aus dem Wohnumfeld und von einem Kinderarzt Hinweise erhalten haben, dass die Eltern mit der Erziehung des Jungen überfordert gewesen sind. Allerdings gab es laut Stadt kein Zeichen einer Kindeswohlgefährdung, die eine Inobhutnahme nötig gemacht hätte. Gegen die Jugendamtsmitarbeiter wird daher nicht mehr ermittelt. 

Gegen die Mutter wurden laut Deutscher Presse-Agentur die Ermittlungen eingestellt. Sie hatte sich zum Tatzeitpunkt schon seit Tagen nicht mehr in der Wohnung aufgehalten. Die beiden Geschwister im Alter von einem und vier Jahren befinden sich in der Obhut des Jugendamtes.

Verwendete Quellen:

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