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Staatsministerin Müntefering will Denkmal für Gastarbeiter

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Staatsministerin Müntefering will Denkmal für Gastarbeiter

07.11.2019, 20:39 Uhr | dpa

Staatsministerin Müntefering will Denkmal für Gastarbeiter. Michelle Müntefering

Michelle Müntefering. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Zur Würdigung der Menschen, die vor Jahrzehnten als damals so bezeichnete Gastarbeiter nach Deutschland kamen, hat die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, Michelle Müntefering, ein Denkmal für Arbeitsmigranten gefordert. Die SPD-Politikerin hob die Leistungen dieser Menschen für das Wirtschaftswachstum und den steigenden Wohlstand hervor. Ohne Menschen, die etwa aus Griechenland, Italien, Spanien und der Türkei kamen, "ohne sie wäre das nicht möglich gewesen", sagte Müntefering am Donnerstagabend in Essen während des Kongresses "KulturInvest" laut Redemanuskript.

"Eine Demokratie braucht Gesetze, aber sie braucht auch eine Erzählung. Zu unserer Demokratiegeschichte gehört auch die der ehemaligen Gastarbeiter", sagte Müntefering, "ihre Geschichte ist längst die unseres Landes geworden." Von Mitte der 1950er Jahre bis zum Anwerbestopp 1973 kamen Millionen Menschen nach Deutschland, um hier zu leben und zu arbeiten. Ein Großteil der Familien lebt inzwischen in der dritten und vierten Generation in Deutschland.

"Gerade in dieser Zeit, in der wir erneut tiefe Umbrüche erleben, brauchen wir noch viel mehr die Erfahrungen dieser Region, in der die Pulsadern Europas schlagen. Von hier aus hat unsere Großeltern- und Elterngeneration das Land wieder aufgebaut", sagte die im Ruhrgebiet verwurzelte Müntefering, die auch direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Herne-Bochum II ist.

"Um die Leistung dieser Menschen, ihrer Kinder und Kindeskinder, zu würdigen, wäre es eine gute Geste, wenn wir ihnen, die längst Teil unseres Landes geworden sind, in unserer Mitte ein Denkmal errichten", sagte Müntefering. "Gerade in einer Zeit, in der Nationalismus und Populismus auf der Welt wieder erstarken, braucht es Zeichen der Solidarität und der Wertschätzung. Ein Symbol des Zusammenhaltes."

So ein Denkmal müsse nicht auf einem Sockel stehen, "aber es sollte dem Beitrag dieser Menschen eine längst fällige Würdigung - und uns allen eine positive Erinnerung sein."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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