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Essen: Clan-Prozess beginnt mit hohem Sicherheitsaufgebot

Gewalt zwischen Großfamilien  

Clan-Prozess in Essen beginnt mit hohem Sicherheitsaufgebot

06.12.2019, 14:03 Uhr | dpa

Essen: Clan-Prozess beginnt mit hohem Sicherheitsaufgebot. Ein Hinweisschild vor dem Land- und Amtsgericht Essen: Unter massivem Polizeiaufgebot ist dort ein Prozess um eine Gewalttat zwischen verfeindeten libanesisch-stämmigen Großfamilien gestartet. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Ein Hinweisschild vor dem Land- und Amtsgericht Essen: Unter massivem Polizeiaufgebot ist dort ein Prozess um eine Gewalttat zwischen verfeindeten libanesisch-stämmigen Großfamilien gestartet. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Acht Jugendliche und junge Männer sollen das Mitglied einer verfeindeten Großfamilie in Essen brutal zusammengetreten haben. Jetzt stehen sie vor Gericht, das zum Prozessauftakt besonders geschützt werden musste.

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat in Essen ein Prozess begonnen, bei dem es um eine Gewalttat zwischen verfeindeten libanesisch-stämmigen Großfamilien geht. Die Polizei unterstütze die Justiz im Gericht und kontrolliere auch die Zufahrtsstraßen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Anreisende mutmaßliche Angehörige der Großfamilien würden auf Waffen kontrolliert.

Angreifer filmten die Tat

Acht Jugendliche und junge Männer sind am Amtsgericht wegen Körperverletzung angeklagt. Sie sollen den Spross des Oberhaupts einer verfeindeten Großfamilie im Juni auf einem Schulhof in Essen heimgesucht und brutal zusammengetreten haben. Dabei soll das Opfer auch gegen den Kopf getreten worden sein.

"Ich habe nicht nachgedacht", sagte einer der Angeklagten beim Prozessauftakt. "Das war ein Fehler." Er sei über Handy zum späteren Tatort bestellt worden, dann seien auch schon alle losgerannt. Hintergrund der Tat war angeblich Rache. "Mir wurde gesagt, es gehe um ein Mädchen, das erpresst werde", so einer der Angeklagten. Details habe er aber gar nicht gekannt. Das Opfer hatte damals auf der Intensivstation behandelt werden müssen. 

Weil sie die Tat gefilmt haben sollen und das Video in die Hände der Ermittler gelangte, gilt die Beweislast als erdrückend. Mehrere Angeklagte hätten sich zur Tat eingelassen, niemand habe sie bestritten, sagte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Der Prozess werde fortgesetzt.


Das 18-jährige mutmaßliche Opfer sitzt derzeit selbst in Untersuchungshaft, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen. Er müsse sich demnächst in einem anderen Verfahren dem Vorwurf stellen, eine Frau vergewaltigt zu haben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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