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Essen: "Siko Ruhr" soll Clankriminalität im Ruhrgebiet bekämpfen

Im ganzen Ruhrgebiet  

"Siko Ruhr" soll gegen Clankriminalität kämpfen

10.12.2019, 09:48 Uhr | dpa

Essen: "Siko Ruhr" soll Clankriminalität im Ruhrgebiet bekämpfen. Innenminister Herbert Reul: Er will mit einer neuen Ermittlergruppe gegen Clankriminalität kämpfen. (Quelle: dpa)

Innenminister Herbert Reul: Er will mit einer neuen Ermittlergruppe gegen Clankriminalität kämpfen. (Quelle: dpa)

Der Kampf gegen die Clankriminalität erhitzt die Gemüter in Deutschland. Für das Ruhrgebiet wird jetzt in Essen extra eine neue Dienststelle eingerichtet – in der alle beteiligten Behörden zusammenarbeiten sollen.

Im Ruhrgebiet sollen die beteiligten Behörden beim Kampf gegen die Machenschaften krimineller Clans künftig in einer gemeinsamen Dienststelle in Essen zusammenarbeiten. Vertreter von Polizei, Bundespolizei, Zoll, Steuerfahndung und Kommunen sitzen dabei unter einem Dach. 

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) stellt die neue "Sicherheitskooperation Ruhr zur Bekämpfung der Clankriminalität", abgekürzt "Siko Ruhr", am Dienstag in den Räumen der neuen Dienststelle vor. Die Siko solle Informationen sammeln sowie Maßnahmen gegen kriminelle Clans bündeln und koordinieren, hieß es. Das Projekt wird im Rahmen der Ruhr-Konferenz umgesetzt. Die Bekämpfung von Clankriminalität ist einer der Schwerpunkte der Landesregierung.

104 kriminelle Clans in NRW

Bei der Einrichtung der Siko greifen die Behörden auf ihre Erfahrungen aus einem "Innerbehördlichen Koordinierungskreis" zurück, den es für Essen und Mülheim bereits seit Anfang 2017 gibt. In der Arbeitsgruppe stimmen Vertreter von Zollfahndung, der Städte Essen und Mülheim, der Steuerfahndung, der Polizei und der Staatsanwaltschaften Essen und Duisburg ihre Maßnahmen für Essen und Mülheim ab.

Das Landeskriminalamt hatte Mitte Mai das erste Lagebild zur Clankriminalität in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Demnach sieht die Polizei in NRW 104 Clans mit kriminellen Mitgliedern am Werk. Allein in den Jahren 2016 bis 2018 sollen rund 6.500 Verdächtige aus der Szene für mehr als 14.000 Straftaten verantwortlich gewesen sein.


In NRW gab es nach Angaben des Innenministeriums in diesem Jahr bislang 720 Razzien gegen Clankriminalität. Seit der Erfassung solcher Razzien im Juli 2018 gab es insgesamt 860 Durchsuchungen. Die Polizei registrierte laut Innenminister Herbert Reul (CDU) rund 14.000 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten und nahm rund 340 Menschen fest.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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