Sie sind hier: Home > Regional > Essen >

Essen: Tumulte bei Clan-Prozess – Polizei schreitet ein

Polizei greift ein  

Richterin muss Clan-Prozess wegen Tumulten unterbrechen

06.01.2020, 15:52 Uhr | t-online, dpa

Essen: Tumulte bei Clan-Prozess – Polizei schreitet ein. Polizisten beim Auftakt des Clan-Prozesses im Amtsgericht Essen: Bei der Fortsetzung am 6. Januar mussten die Beamten eingreifen. (Quelle: imago images/Reichwein)

Polizisten beim Auftakt des Clan-Prozesses im Amtsgericht Essen: Bei der Fortsetzung am 6. Januar mussten die Beamten eingreifen. (Quelle: Reichwein/imago images)

Am Essener Amtsgericht ist am Montag während eines Clan-Prozesses die Situation eskaliert: Es kam zu Tumulten und Beleidigungen – so dass die Polizei eingreifen musste.

Am dritten Prozesstag im Clan-Prozess um eine Schulhofprügelei in Essen ist es zu heftigen Tumulten gekommen. Richterin Claudia Schlarb musste am Montag deshalb die Sitzung unterbrechen. Ein Großaufgebot von Justizbeamten und Polizisten führten einige Clan-Mitglieder aus dem Saal, berichtet "Der Westen". 

In dem Prozess am Amtsgericht müssen sich seit Anfang Dezember acht Jugendliche und junge Männer wegen Körperverletzung verantworten. Sie sollen, wie berichtet, den Spross des Oberhaupts einer verfeindeten Großfamilie im Juni auf einem Schulhof in Essen heimgesucht und brutal zusammengetreten haben.

Angeklagte entschuldigten sich

Anlass für die Tumulte im Gericht war die Vernehmung des 18-jährigen Opfers Mohamed R., berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung". R. gab demnach am Montag als Zeuge an, er wisse gar nicht, warum er verprügelt worden sei. In der weiteren Vernehmung soll er sich mehrfach respektlos gegenüber der Richterin verhalten haben. Einige der Angeklagten entschuldigten sich später bei Mohamed R.

Doch auf einmal eskalierte die Situation, mehrere Personen im Saal brüllten Beleidigungen auf Deutsch und Arabisch. "Bei einer Beweisaufnahme gab es einen Zwischenruf durch einen Zuschauer", sagte Gerichtssprecherin Gaury Sastry. Die Lage sei verbal eskaliert, dann habe es zwischen drei Männern im Zuschauerraum körperliche Übergriffe gegeben.

Opfer ist selbst in U-Haft

Der Prozess musste für eine halbe Stunde unterbrochen werden, die Polizei sprach drei Platzverweise aus. Die drei wurden des Saales verwiesen. Sastry hielt es für möglich, dass es sich bei den Männern um Angehörige der beiden Familien handelte. 

Ein Urteil wird voraussichtlich Mitte Januar erwartet. Das 18-jährige mutmaßliche Opfer sitzt derzeit selbst in Untersuchungshaft. Es muss sich demnächst in einem anderen Verfahren dem Vorwurf stellen, eine Frau vergewaltigt zu haben.

Verwendete Quellen:

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal