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Essen: Arabische Clans liefern sich wüste Schlägerei in Gericht

Nach Prozessende  

Arabische Großfamilien liefern sich Schlägerei im Gerichtssaal

16.01.2020, 21:28 Uhr | dpa

Essen: Arabische Clans liefern sich wüste Schlägerei in Gericht. Landgericht Essen (Quelle: dpa/Bernd Thissen)

Das Gebäude, in dem Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht Essen untergebracht sind: In einem Gerichtssaal haben sich Mitglieder zweier Großfamilien geprügelt. (Quelle: Bernd Thissen/dpa)

Zahlreiche Zuschauer haben sich nach dem Ende eines Prozesses in einem Essener Gerichtssaal geprügelt. Zwei Angeklagte hatten den Streit ausgelöst.

Mit einer wüsten Schlägerei im Gerichtssaal ist in Essen am Donnerstag der Prozess um eine brutale Racheaktion unter arabischen Großfamilien zu Ende gegangen. Kaum waren die Urteile gesprochen, gingen zahlreiche Zuschauer aufeinander los. Es kam zu Beleidigungen und Rangeleien. Die im Saal anwesenden Polizisten und Wachtmeister griffen ein. 

Ein Mann wurde in Handschellen abgeführt, andere wurden mit vereinten Kräften zu Boden gebracht. Ausgelöst worden war die Schlägerei von zwei Angeklagten, die im Sitzungssaal aneinandergeraten waren und nur mit Mühe voneinander ferngehalten werden konnten. Die Staatsanwaltschaft werde prüfen, ob Ermittlungen aufzunehmen sind, sagte eine Gerichtssprecherin.

Wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

Zuvor waren insgesamt acht junge Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren vom Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu Jugendhaftstrafen von bis zu drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Sie hatten im Juni 2019 einen anderen jungen Mann von einer offenbar verfeindeten arabischen Großfamilie auf einem Essener Schulhof brutal zusammengeschlagen. Die Tat war von ihnen mit einem Handy gefilmt worden. Das Gewaltvideo war später auf Youtube aufgetaucht. Die Hintergründe der Tat blieben laut Gericht unklar.

Der Prozess hatte von Anfang an unter besonderem Schutz gestanden. Auch rund um das Essener Gerichtsgebäude hatten sich am Donnerstag Polizisten positioniert. Zudem filmte ein Beamter die Szenen im Gerichtssaal.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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