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Essen: Luftwaffe fliegt Holocaust-Überlebenden nach Deutschland

Neue Ausstellung in Essen  

Luftwaffe fliegt Holocaust-Überlebenden extra ein

21.01.2020, 08:30 Uhr | dpa

Essen: Luftwaffe fliegt Holocaust-Überlebenden nach Deutschland. Der Holocaust-Überlebende Naftali Fürst zeigt ein Bild, das ihn und andere Gefangene im KZ Buchenwald zeigt: Er wird zur Ausstellungseröffnung in Essen erwartet. (Quelle: dpa/Arno Burgi/Archiv)

Der Holocaust-Überlebende Naftali Fürst zeigt ein Bild, das ihn und andere Gefangene im KZ Buchenwald zeigt: Er wird zur Ausstellungseröffnung in Essen erwartet. (Quelle: Arno Burgi/Archiv/dpa)

In Essen zeigt eine neue Ausstellung Porträtaufnahmen von 75 Holocaust-Überlebenden. Zur Ausstellungseröffnung wird Zeitzeuge Naftali Fürst erwartet, der extra mit einer Regierungsmaschine eingeflogen wird.

Die Luftwaffe fliegt den Holocaust-Überlebenden Naftali Fürst zur Eröffnung einer zentralen Foto-Ausstellung aus Israel nach Deutschland. Die Regierungsmaschine mit Fürst und seinen Angehörigen startete am Dienstagmorgen auf dem Flughafen von Tel Aviv. Der Flug in einem Flugzeug der Luftwaffe soll 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau ein starkes Zeichen setzen für das mahnende Erinnern und die besondere Verantwortung Deutschlands für Israel. 

Die Ausstellung "Survivors – Faces of Life after the Holocaust" wird am Dienstag von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Essen eröffnet. Dazu wird auch Naftali Fürst erwartet. Zu sehen sind Porträtfotografien des Künstlers Martin Schoeller, der 75 Holocaust-Überlebende in Israel porträtiert hat. Die Arbeiten werden erstmalig präsentiert. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur Bonn und der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Porträts von Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau: Die neue Ausstellung in Essen ist bis zum 24. April zu sehen. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)Porträts von Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau: Die neue Ausstellung in Essen ist bis zum 24. April zu sehen.

Anlass für das Erinnerungsprojekt ist der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Soldaten der Roten Armee hatten das Lager am 27. Januar 1945 befreit. Die Nazis und ihre Helfershelfer ermordeten während des Holocaust insgesamt rund sechs Millionen Juden.

Das Projekt (Titel auf Deutsch: "Überlebende: Gesichter des Lebens nach dem Holocaust") wurde vom deutschen Freundeskreis von Yad Vashem initiiert. Es umfasst eine Fotoausstellung mit Begleitfilm sowie ein englischsprachiges Fotobuch mit den 75 Porträts. In Essen ist die Ausstellung bis zum 24. April in Räumen der früheren Kokerei Zollverein zu sehen. Danach ist eine weltweite Tour geplant. Nächste Stationen seien noch in diesem Jahr Toronto und Maastricht, sagte Kuratorin Anke Degenhard.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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