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Essen: Steag will Kohleausstieg ohne Stellenabbau

Neuer Tarifvertrag  

Kohleausstieg ohne betriebsbedingte Kündigungen bei Steag

04.08.2020, 10:34 Uhr | dpa

Essen: Steag will Kohleausstieg ohne Stellenabbau. Logo der Firma Steag in Essen (Archivbild): Der Stromerzeuger will betriebsbedingte Kündigungen wegen des Kohleausstiegs verhindern. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Logo der Firma Steag in Essen (Archivbild): Der Stromerzeuger will betriebsbedingte Kündigungen wegen des Kohleausstiegs verhindern. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Der Kraftwerksbetreiber Steag in Essen will beim Kohleausstieg auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Dafür wurde jetzt ein neuer Tarifvertrag geschlossen.

Beim Kraftwerksbetreiber Steag in Essen soll es im Zuge des Kohleausstiegs keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das sehe ein neuer Tarifvertrag mit dem Unternehmen vor, teilte die IG Bergbau, Chemie und Energie am Montag mit.

Das staatliche Anpassungsgeld soll zudem auf 80 Prozent des letzten Nettoentgelts aufgestockt werden. Mit dem Anpassungsgeld sollen Beschäftigte ab 58 Jahren leichter früher in den Ruhestand gehen können. Es wird längstens fünf Jahre gezahlt.

Von der Einigung profitieren einem Steag-Sprecher zufolge rund 1.000 Mitarbeiter. Der Stromerzeuger Steag ist einer der größten Betreiber von Steinkohlekraftwerken in Deutschland. Er gehört mehreren Kommunen aus dem Ruhrgebiet. Der Tarifvertrag ist bis zum Ende der Kohleverstromung gültig, und endet spätestens im Jahr 2043.

Steag will gegen Kohleausstieg klagen

Deutschland will schrittweise bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen. Die Betreiber von Steinkohlekraftwerken können sich in einem Ausschreibungsverfahren darauf bewerben, Blöcke gegen Entschädigungen stillzulegen.

Laut Gewerkschaft können sich Kraftwerksbetreiber ohne einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung über die Regelung des Personalabbaus nicht zu den Auktionen anmelden. Steag will einzelne Regelungen des Ausstiegsgesetzes mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zu Fall bringen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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