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Wissenschaftler: Corona-Angst raubt Menschen den Schlaf

Essener Wissenschaftler warnt  

Corona-Angst raubt Menschen den Schlaf

29.10.2020, 08:41 Uhr | dpa

Wissenschaftler: Corona-Angst raubt Menschen den Schlaf. Eine Schlafpatientin wird im Schlaflabor an Elektroden angeschlossen (Symbolbild): Ein Wissenschaftler aus Essen macht darauf aufmerksam, dass viele Menschen aus Angst vor Corona schlechter schlafen. (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)

Eine Schlafpatientin wird im Schlaflabor an Elektroden angeschlossen (Symbolbild): Ein Wissenschaftler aus Essen macht darauf aufmerksam, dass viele Menschen aus Angst vor Corona schlechter schlafen. (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)

Neue Erkenntnisse aus Essen: Aus Angst vor Corona schlafen viele Menschen schlecht. Ein Schlafwissenschaftler warnt jetzt vor einer erneuten Zunahme der Ängste.

Die Angst vor einer Corona-Ansteckung raubt vor allem Menschen mit gesundheitlichen Risiko-Faktoren vielfach den Schlaf. "Ich sehe das auch aus der eigenen Sprechstunde. Es gibt Vorerkrankte, die sich große Sorgen machen", sagte der Direktor der Klinik für Pneumologie der Evangelischen Kliniken Essen-Mitte, Prof. Georg Nilius, am Donnerstag der dpa.

"Da gibt es ein deutlich höheres Angstniveau. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Schlaf." Nilius ist einer der Kongresspräsidenten bei der digitalen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) vom 29. bis 31. Oktober.

Studie der Uni Duisburg-Essen

Der Lungen- und Schlafmediziner verwies auf eine fortlaufende bundesweite Online-Studie unter Leitung der Psychologin Madeleine Hetkamp (Universität Duisburg-Essen) mit gut 16.000 Teilnehmern. Laut der im Fachmagazin "Sleep Medicine" (75, 2020) veröffentlichten Studie hatten kurz nach dem Corona-Shutdown Mitte März dieses Jahres rund 13,5 Prozent der Teilnehmer von einer "deutlich verschlechterten Schlafqualität" und 7,2 Prozent von generellen Ängsten ("anxiety") berichtet.

Als die Infektionszahlen nachließen, seien diese Werte wieder zurückgegangen. Mit dem aktuell neuen Hochschießen der Zahlen sei es wahrscheinlich, dass auch die Ängste wieder zunähmen, sagte Nilius.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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