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Lufthansa-Streik in Frankfurt: Lage entspannt sich – doch es gibt noch Probleme


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Lufthansa-Streik beendet – trotzdem Probleme in Frankfurt

Von dpa, pb

03.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Lufthansa-Maschine in Frankfurt (Archivfoto): Der Airport hat am Samstagvormittag noch mit Problemen nach dem Pilotenstreik zu kämpfen.
Lufthansa-Maschine in Frankfurt (Archivfoto): Der Airport hat am Samstagvormittag noch mit Problemen nach dem Pilotenstreik zu kämpfen. (Quelle: Eibner-Pressefoto)
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Am Morgen nach dem Streik der Pilotenvereinigung Cockpit kommt es in Frankfurt vereinzelt noch zu Problemen. Zum Mittag wird die Lage besser.

Um Mitternacht ist der Pilotenstreik bei der Lufthansa planmäßig zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" hatte den Arbeitskampf von vornherein auf 24 Stunden begrenzt. Nach der Absage von mehr als 800 Flügen am Freitag will die Fluggesellschaft nach eigenen Angaben ihren Flugplan am Samstag möglichst vollständig abfliegen. Am Freitagabend teilte Lufthansa mit, dass es voraussichtlich keine Flugausfälle geben werde – Verspätungen seien aber möglich.

Die ersten Abflüge von den Drehkreuzen Frankfurt und München waren für den frühen Morgen geplant. Am Freitag hatte die Lufthansa Flüge mit 130.000 betroffenen Passagieren vorsorglich abgesagt. Am Flughafen Frankfurt kommt es bei Flügen der Lufthansa am Samstagvormittag tatsächlich weiter zu Problemen: Elf Ankünfte der Airline wurden dort abgesagt, sowie zwei Starts zu Inlandsflügen nach Dresden und Hamburg.

Verspätungen und Ausfälle in Frankfurt

Zudem haben zehn Lufthansa-Flieger am Vormittag den Flughafen in Hessen mit Verspätung erreicht – diese internationalen Flüge waren alle mit Verspätungen an ihren Startplätzen abgehoben. Unklar war zunächst, ob dies auch mit dem am Freitag absolvierten Streik der Piloten zusammenhing. Zum Mittag hin entspannt sich dann die Lage an Deutschlands größtem Flughafen vollständig: Bei den für den Rest des Tages geplanten Flüge sind nach derzeitigem Stand von Samstagmorgen um 7.30 Uhr keine Verspätungen oder Ausfälle zu erwarten.

Mit der Strategie, alle Flüge am Freitag abzusagen, sollte zum Neustart am Samstag ein normaler und stabiler Flugplan erreicht werden – beim Flughafen München waren am Morgen keine auffälligen Verspätungen oder Ausfälle im Lufthansa-Flugplan zu sehen.

Die Gewerkschaft hatte den Streik ausgerufen, nachdem Tarifverhandlungen mit der Lufthansa gescheitert waren. Die Lufthansa hat den Streikaufruf kritisiert und die VC aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Laut Lufthansa würden die Forderungen der VC die Personalkosten im Cockpit um 40 Prozent erhöhen. Dies sei selbst ohne Rücksicht auf die finanziellen Folgen der Corona-Krise außerhalb des Vertretbaren.

Was die VC fordert

Die VC hatte neben 5,5 Prozent mehr Geld in diesem Jahr einen automatisierten Ausgleich oberhalb der Inflation ab 2023 verlangt. Dazu kämen eine neue Gehaltstabelle sowie mehr Geld für Krankheitstage, Urlaub und Training. Auf eine Laufzeit von zwei Jahren würde das eine Mehrbelastung von 900 Millionen Euro bedeuten, hieß es bei der Lufthansa.

Der automatisierte Inflationsausgleich bot der Lufthansa einen juristischen Angriffspunkt. Sie scheiterte zwar vor dem Arbeitsgericht München mit den Antrag auf eine Einstweilige Verfügung gegen den Streik. Die Vereinigung Cockpit nahm aber die auch vom Gericht als "rechtlich nicht unbedenklich" eingeschätzte Forderung nach einem automatisierten Ausgleich zurück und prüfte andere Formulierungen.

Erst im Juli hatte die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik des Bodenpersonals den Flugbetrieb der größten deutschen Airline für einen ganzen Tag nahezu lahmgelegt. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will im Herbst für ihre Mitglieder verhandeln. Sie erklärte sich "ausdrücklich und uneingeschränkt solidarisch" mit dem Streik der Piloten.

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Verwendete Quellen
  • Ankünfte und Abflüge auf flightradar24.de für die Flughafen Frankfurt und München
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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Von Stefan Simon
Von Roxana Frey
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