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Frankfurt: Ex-Eintracht-Präsident verliert Ehren-Präsidentschaft

Nazi-Vergangenheit  

Ex-Eintracht-Präsident soll Ehrentitel verlieren

23.01.2020, 20:19 Uhr | dpa

Frankfurt: Ex-Eintracht-Präsident verliert Ehren-Präsidentschaft. Eckfahne hängt herunter: Die Eintracht Frankfurt setzt sich mit der Vergangenheit eines ehemaligen Präsidenten auseinander.  (Quelle: imago images/Symbolbild/Hartenfelser)

Eckfahne hängt herunter: Die Eintracht Frankfurt setzt sich mit der Vergangenheit eines ehemaligen Präsidenten auseinander. (Quelle: Symbolbild/Hartenfelser/imago images)

Für die Eintracht Frankfurt ist die NS-Vergangenheit des ehemaligen Präsidenten Rudolf Gramlich offenbar ein Problem: Laut einem Bericht soll er die Ehren-Präsidentschaft verlieren. 

Eintracht Frankfurt erkennt seinem früheren Präsidenten Rudolf Gramlich nach einem Bericht der "Bild" posthum die Ehren-Präsidentschaft ab. Diesen Entschluss von Ehrenrat, Verwaltungsrat und Präsidium soll Präsident Peter Fischer bei der Mitgliederversammlung an diesem Sonntag in Frankfurt am Main verkünden, wie die "Bild" berichtet. 

Peter Fischer: Der jetzige Präsident positioniert sich immer wieder deutlich gegen rechts. (Quelle: dpa/Archivbild/Frank Rumpenhorst)Peter Fischer: Der jetzige Präsident positioniert sich immer wieder deutlich gegen rechts.

Grund seien laut dem Nachrichtenblatt Gramlichs Nazi-Vergangenheit und dessen "Zugehörigkeit zum 8. SS-Totenkopfregiment des Hitler-Regimes und auch der Erwerb seiner Lederfirma von jüdischen Kaufleuten, die von den Nazis deportiert wurden und umkamen".

Fünfzehn Jahre Präsident der Eintracht

Gramlich war von 1955 bis 1970 Eintracht-Präsident, in seine Amtszeit fiel die einzige deutsche Meisterschaft des Vereins im Jahr 1959. Die Hessen haben den Fall und Gramlichs Vergangenheit in den vergangenen Jahren aufgearbeitet und untersucht.

Vor allem der jetzige Präsident Fischer positioniert sich immer wieder deutlich gegen rechts. Bei der Mitgliederversammlung 2018 hatte er gesagt: "Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei (AfD) wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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