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Alkoholunfälle sind überdurchschnittlich schwer: Sperre?

Frankfurt am Main  

Alkoholunfälle sind überdurchschnittlich schwer: Sperre?

22.07.2019, 16:14 Uhr | dpa

Alkoholunfälle sind überdurchschnittlich schwer: Sperre?. Atemalkoholmessgerät

Ein Atemalkoholmessgerät. Foto: Armin Weigel/Archivbild (Quelle: dpa)

Unfallforscher plädieren im Umgang mit Alkohol am Steuer für mehr Kontrollen und die Ausweitung von Alkoholverboten. Denn Unfälle unter Alkoholeinfluss seien schwerer, betonte eine Sprecherin des Automobilclubs ADAC. "Die Zahl der Verletzten und Getötete bei Unfällen unter Alkoholeinfluss weicht von der Zahl ohne Einfluss von Alkohol ab." Zur Bekämpfung von Alkohol im Straßenverkehr solle es verstärkt Anhaltekontrollen geben.

Der ADAC befürworte eine Ausweitung des Alkoholverbots für Fahranfänger auf einschließlich 24 Jahre, da es sich hier bezogen auf das Unfallrisiko um eine besonders belastete Gruppe handele. Außerdem unterstütze der ADAC die Einführung eines Alkohol-Interlockgeräts bei der Resozialisierung auffällig gewordener Autofahrer.

Diese Wegfahrsperren, die in Verbindung mit einem Atemalkoholgerät das Auto erst freigeben, wenn der Fahrer nicht alkoholisiert ist, sollten aus der Sicht des Unfallforschers Siegfried Brockmann als flächendeckendes Assistenzsystem nicht nur für einschlägig auffällige Fahrer eingeführt werden. "Wenn jeder so etwas im Auto hätte, würde das Thema Alkoholunfall in relativ überschaubarem Zeitrahmen nicht mehr existieren", sagte der Leiter der Unfallforschung der Versicherungen am Montag. Voraussetzung sei, dass Neuwagen mit dem System ausgebaut würden, das verhindere, "dass sich Fahrer verantwortungslos verhalten."

Nach Angaben des Verkehrssicherheitsrates war im Jahr 2017 Alkoholeinfluss bei 4,4 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden eine der Unfallursachen. Allerdings starben 7,3 Prozent aller tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer in Deutschland infolge eines Alkoholunfalls - jeder 14. Getötete.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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