Sie sind hier: Home > Regional > Frankfurt am Main >

Diskussion über Feuerwerks-Verbot an Silvester

Frankfurt am Main  

Diskussion über Feuerwerks-Verbot an Silvester

03.08.2019, 09:21 Uhr | dpa

Diskussion über Feuerwerks-Verbot an Silvester. Silvesterböller

Ein Silvesterböller wird mit einem Feuerzeug gezündet. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild (Quelle: dpa)

Trotz erhöhter Feinstaubwerte durch privates Silvester-Feuerwerk sehen Kommunen in Hessen ein Böllerverbot skeptisch. In Frankfurt stößt der entsprechende Antrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf Ablehnung. Feuerwerke bedeuteten zwar kurzfristig eine sehr hohe lufthygienische Belastung durch Feinstaub. Die Grenzwerte würden aber im Gesamtjahr eingehalten. "Den Menschen den Spaß an Silvester zu vermiesen", sei deshalb weder rechtlich notwendig noch sinnvoll, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Auch Darmstadt, Limburg und Offenbach sowie das Umweltministerium in Wiesbaden wurden von der DUH angeschrieben.

Eine Sprecherin des Umweltministeriums erklärte, die Anträge der DUH seien erst vor wenigen Tagen eingegangen. "Wir setzen uns intensiv mit den Argumenten der DUH auseinander und werden zeitnah reagieren. Eine abschließende Stellungnahme kann jedoch erst nach der Bewertung dieser Anträge abgeben werden."

Die DUH hat in 31 besonders mit Feinstaub belasteten Städten ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke beantragt, was der Luftreinhaltung dienen soll. Der Organisation geht es dabei vor allem um Feinstaub belastete Bereiche in den Citys. Stattdessen könnte es Feuerwerke von professionellen Veranstaltern außerhalb der Stadtzentren geben oder Areale zum privaten Böllern könnten eingerichtet werden.

In Limburg gibt es in der Innenstadt einige Bereiche, in denen Feuerwerk bereits jetzt aus Sicherheitsgründen verboten ist. "Das ist in der Altstadt der Fall sowie grundsätzlich rund um Krankenhäuser, Altenwohnanlagen und ähnliche Einrichtungen", teilte ein Sprecher mit. "Wir haben dabei die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist und mit einem hohen personellen Aufwand verbunden ist, die entsprechenden Verbote durchzusetzen."

Die Stadt bestätigte, dass ein Schreiben der Umwelthilfe eingegangen sei. "Als kreisangehörige Kommune ist Limburg weder für die Aufstellung des Luftreinhalteplans zuständig noch Immissionsschutzbehörde", sagte der Sprecher. Die betroffenen Behörden unterschiedlicher Ebenen würden sicher in den nächsten Wochen den Antrag prüfen.

Schon aus umwelt- und gesundheitspolitischen Gründen sehe man es in Darmstadt als sehr bedeutsam an, Maßnahmen zur Verminderung von Feinstaubbelastungen zu ergreifen, sagte ein Sprecher. Allerdings liege die Stadt derzeit unterhalb der geltenden Grenzwerte, anders als bei den Grenzwerten der Stickoxidbelastungen. Eine formale Notwendigkeit eines Verbots von Silvesterfeuerwerk stelle sich daher nicht. Dennoch werde man überprüfen, inwiefern dies sinnvoll sei. Bislang gebe es keine aktuellen Planungen für Verbote. Die habe es bisher in Darmstadt auch nicht gegeben.

In Offenbach ist das Dokument gerade erst eingetroffen und werde geprüft, sagte eine Sprecherin. Für den Luftreinhalteplan sei aber das Umweltministerium in Wiesbaden zuständig.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage


shopping-portal