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Tunnel, Gleise, Dämme: Bahn-Baustellen in Rhein-Main

Frankfurt am Main  

Tunnel, Gleise, Dämme: Bahn-Baustellen in Rhein-Main

22.08.2019, 15:43 Uhr | dpa

Tunnel, Gleise, Dämme: Bahn-Baustellen in Rhein-Main. Bahngleise

Bahngleise. Foto: Angelika Warmuth/Archivbild (Quelle: dpa)

Es gab Verzögerungen, es gab Rückschläge durch zuvor unbekannte Kabel und Anlagen im Boden. Aber an diesem Donnerstag ist Georg Port sicher: Im Dezember 2021 fahren hier Züge. "Da würde ich fast drauf wetten", versichert er. Port ist Teilprojektleiter am Homburger Damm, einem der Großprojekte der Deutschen Bahn unter dem Obertitel Frankfurt RheinMain plus. Insgesamt fließen bis 2030 mehr als zwölf Milliarden Euro in die Infrastruktur.

Profitieren dürften davon die rund 5,5 Millionen Menschen in der Pendlerregion, denn die Maßnahmen sind vor allem für den Regionalverkehr gedacht. Zum Beispiel am Homburger Damm im Frankfurter Stadtteil Gallus. Kurz vor dem Frankfurter Hauptbahnhof sollen den Zügen statt einem zwei Gleise zur Verfügung stehen, um Staus zu verhindern.

"Am Ende des Tages steht dann auf Gleis eins nie wieder ein Regionalzug", sagt der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), der sich am Donnerstag vor Ort über die Baufortschritte informiert. In der Ferne glitzern die Bürotürme der Frankfurter Skyline, auch die Bahnhofs-Nordseite ist von der Baustelle aus zu sehen - und damit das Ziel der neuen Gleise.

Das Projekt Homburger Damm ist Teil der Bemühungen, den Fern- und den Regionalverkehr im Frankfurter Hauptbahnhof in getrennten Bereichen unterzubringen. "Fern und Regionalverkehr sollen künftig möglichst kreuzungsfrei sein", sagt Gerd-Dietrich Bolte, Leiter des Bereichs Großprojekt Mitte der DB Netz AG. Das bedeutet dann auch, dass Regionalzüge nicht mehr so häufig am Eisenbahnknoten Frankfurt auf eine ICE oder anderen Fernzug warten müssen. Denn der Fernverkehr hat auf der Strecke Vorrang vor dem Regionalverkehr.

Doch Bolte muss auch ein paar bittere Pillen verteilen - bitter jedenfalls für alle, die am Abend des 25. Oktober oder in der Nacht zum 26. in Frankfurt eine Bahnreise planen oder mit Zug oder S-Bahn zum Flughafen wollen. Für eine andere Infrastrukturmaßnahme, die Anbindung der S-Bahn-Station Gateway Gardens, muss die Software der elektronischen Stellwerke aktualisiert werden. "Vier Stunden lang wird nichts fahren", sagt Bolte. "Das wird eine heiße Nacht."

Zusammen mit Vor- und Nachbereitungszeit wird es sogar länger dauern: Von 19.30 Uhr am Freitag bis 14.30 am Samstag, dem 26. Oktober, ist die Bahnstrecke vom Frankfurter Hauptbahnhof zum Flughafen gesperrt. Von 2.30 Uhr bis 9.30 Uhr sind am Samstag zudem alle Bahnstrecken vom und zum Hauptbahnhof gesperrt. "Es wird auch Konsequenzen für den Fernverkehr geben", sagt Bolte. Züge fallen aus oder enden im Fall des Regionalverkehrs am Rande des Stadtgebiets. Von dort werde es einen Ersatzverkehr in die Stadt geben. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind nicht betroffen. "Da muss man durch, damit es besser wird", meint Al-Wazir.

Doch dafür ist am künftigen S-Bahn-Bahnhof Gateway Gardens unweit des Frankfurter Flughafens der Baufortschritt unübersehbar. "Beide Gleise sind drin, alles ist fertig für die Oberleitung, die demnächst verlegt werden soll". Projektleiter Uwe Schmidt zeigt in der unterirdischen Station auf die künftigen Halterungen für die Leitung an der Tunneldecke. Im September sollen die Rolltreppen kommen, danach der Aufzug - bis zur Eröffnung der neuen Station mit dem Fahrplanwechsel im Dezember dürfte das alles zu schaffen sein.

Von Ende Oktober bis Mitte Dezember wird im Tunnel rund um die Uhr gearbeitet - dann wird auch der S-Bahn-Verkehr vom Frankfurter Hauptbahnhof zum Flughafen an den Fernbahnhof des Airports verlegt.

Noch etwas länger wird an der S-Bahn-Strecke zwischen Frankfurt und Friedberg gebaut werden. Derzeit laufen in Bad Vilbel die Arbeiten an einer Brücke und dem Ausbau des Damms. Auch auf dieser Strecke sollen künftig Gleise für den Fern- und für den Regionalverkehr bereitstehen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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