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Frankfurt: Richter veruntreute 437.000 Euro für Luxussachen und seine Frau

Urlaub und Luxussachen  

Frankfurter Richter veruntreute 437.000 Euro

11.09.2019, 19:34 Uhr | dpa

Frankfurt: Richter veruntreute 437.000 Euro für Luxussachen und seine Frau. Das Landgericht in Frankfurt: Dort ist ein ehemaliger Richter wegen Untreue verurteilt worden (Quelle: dpa/Fredrik von Erichsen/Archiv)

Das Landgericht in Frankfurt: Dort ist ein ehemaliger Richter wegen Untreue verurteilt worden (Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv/dpa)

In Frankfurt ist ein ehemaliger Richter wegen Untreue verurteilt worden. Der mittlerweile pensionierte Mann hatte während seiner Zeit am Landgericht beinahe eine halbe Million Euro abgezweigt. Das Geld gab der 70-Jährige für Luxussachen und Urlaub aus.  

Wegen Untreue mit einem Schaden von rund 437.000 Euro ist ein früherer Vorsitzender Richter am Mittwoch vom Landgericht Frankfurt verurteilt worden. Er erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Darüber hinaus muss der 70-Jährige 480 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten. Den veruntreuten Geldbetrag muss der Angeklagte im Rahmen eines gerichtlich angeordneten Einzugs zurückzahlen. Vor Gericht hatte er ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Geld für Luxusreisen und Geschenke an seine Frau

Der beim Landgericht Frankfurt tätig gewesene Jurist war nebenher als Vorsitzender diverser Schiedsgerichte zur Klärung rechtlicher Streitigkeiten aktiv. In dieser Funktion nahm er von den streitenden Parteien Vorschusszahlungen für Verfahrenskosten und Auslagen entgegen, aus denen später unter anderem die Honorare der beisitzenden Richter beglichen wurden. Von diesem Geld zweigte der Mann laut Urteil immer wieder Beträge für eigene Zwecke ab.


Er leistete sich teure Urlaubsreisen in Spitzenhotels, seine Ehefrau bestellte noble Kleidung. Als Ende 2017 zwei beisitzende Schiedsrichter auf sofortige Zahlung ihrer Honorare bestanden, flogen die Unregelmäßigkeiten auf.

Mildere Strafe erwirkt

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten. Das Gericht stimmte allerdings für die mildere Bewährungsstrafe, weil der Angeklagte zuhause seine schwerkranke Ehefrau zu pflegen habe und deshalb besonders "haftempfindlich" wäre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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