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Chemiebranche leidet immer mehr unter Konjunkturschwäche

Frankfurt am Main  

Chemiebranche leidet immer mehr unter Konjunkturschwäche

17.09.2019, 13:07 Uhr | dpa

Chemiebranche leidet immer mehr unter Konjunkturschwäche. Tabletten liegen auf einem Haufen

Tabletten liegen auf einem Haufen. Foto: Firso Gentsch/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach schwachen sechs Monaten erwartet die hessische Chemie- und Pharmabranche im Gesamtjahr deutlich schlechtere Geschäfte als 2018. Der Umsatz werde im laufenden Jahr um drei Prozent schrumpfen, die Produktion um vier Prozent, teilte der Arbeitgeberverband Hessenchemie am Dienstag mit.

Grund seien die eingetrübte Weltkonjunktur, schwache Nachfrage der heimischen Industrie und Handelskonflikte, sagte der Vorstandsvorsitzende Heinz-Walter Große in Frankfurt. "Eine rasche Besserung der Lage ist derzeit nicht absehbar." Auch die Konflikte am Persischen Golf und in Hongkong sorgten für Unsicherheit.

Von Januar bis einschließlich Juni erzielte die Branche in Hessen 13,3 Milliarden Euro Umsatz und damit 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Grund für den Rückgang war ein Einbruch auf dem deutschen Markt. Während die Chemiegeschäfte nur wenig sanken, fielen die Pharmaerlöse deutlich und wieder zurück auf das Niveau von 2017.

Im vergangenen Jahr hatte Hessens Chemie- und Pharmabranche mit rund 60 000 Beschäftigten den Umsatz noch um 3,6 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro gesteigert. Im Jahresverlauf bekamen die Unternehmen aber die schwächelnden Geschäfte etwa in der deutschen Autoindustrie zu spüren, so dass sie die Erwartungen schon gedämpft hatten.

In einer aktuellen Umfrage von Hessenchemie äußerten sich die Chemie- und Pharmafirmen zurückhaltend. 45 Prozent beschrieben ihre Ertragslage als "unbefriedigend" oder "schlecht" - so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr. Nur 13 Prozent erwarten 2019 Besserung.

Die Konjunktursorgen bedeuteten eine schwierige Ausgangslage für die am 1. Oktober in Wiesbaden beginnende Tarifrunde für die Branche in Hessen, betonte Große. Nun sei Kostendisziplin gefragt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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