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Anschlag in Halle: Hunderte bei Gedenken in Frankfurt

Frankfurt am Main  

Anschlag in Halle: Hunderte bei Gedenken in Frankfurt

13.10.2019, 14:52 Uhr | dpa

Anschlag in Halle: Hunderte bei Gedenken in Frankfurt. Blumen und Kerzen vor der Tür zur Synagoge

Blumen und Kerzen stehen neben der Tür zur Synagoge in Halle(Saale). Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Vier Tage nach dem antisemitischen Anschlag in Halle haben in Frankfurt Hunderte an einer Gedenkveranstaltung teilgenommen. Vor der Westend-Synagoge setzten sie ein "Zeichen der Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde - und gegen Hass und Gewalt", wie die Stadt Frankfurt mitteilte. Die Polizei sprach von 900 Teilnehmern, die sich am Vormittag versammelt hatten. Nach Angaben eines Sprechers kam es nicht zu Zwischenfällen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte an die Teilnehmer gewandt, Frankfurt sei eine weltoffene Stadt. Es gebe keinen Platz für Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus. Der OB bezeichnete den Anschlag als "weiteren, rechtsextremistischen Terroranschlag". Es sei "beschämend", dass das jüdische Leben in Deutschland geschützt werden müsse.

Für Marc Grünbaum aus dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde müssten "die Antworten auf Halle jetzt aus der Mitte der Gesellschaft kommen". Halle müsse der "Beginn eines ernsthaften und nicht nur symbolhaften Umdenkens werden", forderte Grünbaum. Er betonte in seiner Rede weiter, dass sich die Jüdische Gemeinde in Frankfurt trotz der Ereignisse nicht verängstigen lassen und das Judentum weiterhin selbstbewusst leben werde.

Der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks, der für das "Römerbergbündnis" sprach, forderte die Stärkung von Aufklärung und politischer Bildung, "auch und gerade in den Schulen und Betrieben".

Ein schwer bewaffneter Rechtsextremist hatte am Mittwoch versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der rund 50 Gläubige den jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als der Plan scheiterte, erschoss der Täter eine Passantin und einen Mann in einem Döner-Imbiss. Der 27 Jahre alte Rechtsextremist sitzt in Untersuchungshaft. Er hat antisemitische und rechtsextremistische Motive bestätigt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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