Sie sind hier: Home > Regional > Frankfurt am Main >

Frankfurt: Winterhilfe für Obdachlose startet

Zusätzliche Schlafplätze  

Frankfurt startet Winterhilfe für Obdachlose

24.10.2019, 14:23 Uhr | dpa

Frankfurt: Winterhilfe für Obdachlose startet. Eine obdachlose Person sitzt in einem Durchgang: Die Stadt Frankfurt bietet Obdachlosen wieder Kälte-Hilfe. (Quelle: dpa/Foto: Andreas Arnold/Archivbild)

Eine obdachlose Person sitzt in einem Durchgang: Die Stadt Frankfurt bietet Obdachlosen wieder Kälte-Hilfe. (Quelle: Foto: Andreas Arnold/Archivbild/dpa)

Die Stadt Frankfurt stellt zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden zusätzliche Schlafplätze für Obdachlose in der kalten Jahreszeit zur Verfügung. Auch der Kältebus nimmt jetzt seine Arbeit wieder auf.

Extreme Wetterbedingungen machen obdachlosen Menschen laut Ärzten und Sozialarbeitern mehr zu schaffen als anderen. Obdachlose seien eine besonders gefährdete Gruppe, da ihre Körper wegen Erkrankungen oder Alkoholsucht oft ohnehin schon geschwächt seien, sagte der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. 

Lange Hitze- oder Kälteperioden würden Menschen, die auf der Straße leben, ebenso zusetzen wie relativ kurzfristige Wetterschwankungen. Im Winter seien grippale Infekte, Lungenentzündungen oder gar erfrorene Zehen keine Seltenheit. "Da sehe ich eine Zunahme in den letzten Jahren", sagte Trabert.

Menschen in Not dem Kältebus melden

Um Obdachlosen in der kalten Jahreszeit Unterstützung zu bieten, stellt die Stadt Frankfurt zusammen mit Wohlfahrtsverbänden in diesem Winter zusätzlich zu 270 Betten in Notübernachtungsstätten bis zu 70 Schlafplätze in Tagestreffs zur Verfügung.

"Keiner soll durch unser Netz fallen", sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) zum Auftakt der Winterhilfe-Aktion am Donnerstag. Dazu sei es auch nötig, die Bevölkerung zu sensibilisieren. Menschen in Not sollten dem Kältebus unter 069/431414 gemeldet werden.


Ab November ist erneut die B-Ebene der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor für Schutzsuchende geöffnet. Im vergangenen Jahr kamen dort bis zu 180 Menschen pro Nacht unter. Die Witterung sorgt auch hier nun für Änderungen: "Die Winter fangen später an, dauern aber länger", erklärte Christine Heinrichs vom Frankfurter Verein für soziale Heimstätten.

Daher sei die Einrichtung dieses Mal voraussichtlich bis Mitte Mai geöffnet. Erst dann würden die Temperaturen dauerhaft in den zweistelligen Bereich zurückkehren, sagte Heinrichs.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal