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Frankfurt am Main: Sechsjähriger stirbt in Kita – Neue Hinweise zum Fall

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung  

Obduktion nach Kita-Tod gibt Hinweise auf Stromschlag

01.11.2019, 16:36 Uhr | dpa

Frankfurt am Main: Sechsjähriger stirbt in Kita – Neue Hinweise zum Fall. Blumen und Kerzen sind am Eingang der Kindertagesstätte abgelegt: Am Dienstag ist hier ein sechsjähriger Junge gestorben. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Blumen und Kerzen sind am Eingang der Kindertagesstätte abgelegt: Am Dienstag ist hier ein sechsjähriger Junge gestorben. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Ein sechsjähriger Junge ist womöglich an einem Stromschlag in einer Frankfurter Kita gestorben. Das zeigen erste Untersuchungen. Allerdings gibt es noch offene Fragen und einige Widersprüche. Nun wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. 

Nach dem Tod eines sechs Jahre alten Jungen in einer Frankfurter Kindertagesstätte hat die rechtsmedizinische Untersuchung Hinweise auf einen Stromschlag ergeben. "Es deutet alles auf einen Stromtod hin", sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, am Freitag.

Es handele sich aber um ein vorläufiges Ergebnis, denn es seien keine sichtbaren Spuren des Stromschlages am Körper des Jungen gefunden worden. Weitere Untersuchungen müssten deshalb folgen. Wann diese abgeschlossen sind, sei noch unklar.

Ein handgeschriebenes Schild an der Kita in Frankfurt: Die Einrichtung bleibt nach dem Todesfall vorerst geschlossen. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)Ein handgeschriebenes Schild an der Kita in Frankfurt: Die Einrichtung bleibt nach dem Todesfall vorerst geschlossen. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Kita-Betrieb wieder aufgenommen

Sachverständige des Landeskriminalamts seien vor Ort gewesen und hätten festgestellt, dass eine Steckdose aus der Wand herausragte und ein Kabel lose gewesen sei. Ob dies durch eine Berührung des Jungen zustande gekommen sei, sei aber unklar. Es werde weiter wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, sagte Niesen.

Die Stadt wies am Freitag allerdings diese Vermutungen zurück. "Nach derzeitigen Erkenntnissen gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass es an den elektrischen Anlagen vor dem Unglück einen Defekt gab", erklärte der Sprecher des zuständigen Dezernats, Jan Pasternack. Nach Überprüfungen hätten die Steckdosen und elektrischen Anlagen "dem höchsten Standard der Kindersicherung" entsprochen und seien fest montiert gewesen. In der Kita habe es in den Sommerferien Bauarbeiten gegeben. "Die baulichen Maßnahmen an der Elektrik wurden abgeschlossen und ordnungsgemäß abgenommen", erklärte der Sprecher.


Der Sechsjährige war am Dienstag in der Kita in Frankfurt-Seckbach tödlich verletzt worden. Die Stadt hatte am Donnerstag erklärt, eine Sicherheitsbegehung des Kita-Gebäudes durch die Unfallkasse Hessen sei zu dem Ergebnis gekommen, "dass der Betrieb des Kinderzentrums wieder aufgenommen werden könnte", teilte die Stadt mit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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