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Witze über Krebs: Marco Russ erzählt von seinem Leidensweg

Frankfurt am Main  

Witze über Krebs: Marco Russ erzählt von seinem Leidensweg

19.11.2019, 15:41 Uhr | dpa

Witze über Krebs: Marco Russ erzählt von seinem Leidensweg. Eintracht-Profi Russ bei Movember-Aktion an Uni-Klinik

Marco Russ hält sich einen Papier-Schnurrbart, Symbol der „Movember Foundation“ vor sein Gesicht. Foto: Andreas Arnold/dpa (Quelle: dpa)

Während seiner Krebserkrankung hat der Frankfurter Bundesliga-Profi Marco Russ Witze über seine Krankheit gemacht. "Irgendwie war das unsere Art, damit klar zu kommen und das Ganze zu überwinden", sagte der Eintracht-Abwehrspieler bei einer Informationsveranstaltung der Frankfurter Uniklinik am Dienstag.

Russ war 2016 bei einer Doping-Kontrolle positiv getestet worden - doch nicht wegen illegaler Aufputschmittel, sondern wegen Hodenkrebs, wie sich dann herausstellte. Nach einer Operation und zwei Chemotherapien ist Russ seit 2017 wieder zurück auf dem Fußballfeld. "In dem Moment denkst du nicht an deinen Sport. In dem Moment denkst du erstmal an die Kinder und die Familie." Dass er nicht mehr Fußball spielen könne "war für mich in meinem Kopf nie Thema."

"Als junger Mensch schaut man über allgemeine Wehwehchen gern mal hinweg", fügte der 34-Jährige hinzu. Das solle aber keiner tun. Angst vor einem Rückfall habe er nicht. Er wolle sich von dem Gedanken an Krebs nicht runterziehen lassen. "Wenn er zurück kommt, kommt er zurück."

Über Hoden- und Prostatakrebs müsse viel offener gesprochen werden, forderte Russ. "Ich hab das Gefühl, das ist immer noch ein Tabuthema", sagte Russ. "Wäre er nicht durch Zufall entdeckt worden, könnte ich heute tot sein."

Der gebürtige Hanauer trat bei einer Informationsveranstaltung zu männerspezifischen Krebsarten im Universitätsklinikum Frankfurt auf. Prof. Felix Chun, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt sowie ein Vertreter der Movember Foundation klärten über Vorsorge und Behandlungsoptionen von Prostata- und Hodenkrebs auf.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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