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Frankfurt: Ab Sonntag gilt der neue Fahrplan

Angebot wird ausgebaut  

Frankfurt am Main bekommt neuen Fahrplan

13.12.2019, 15:21 Uhr | dpa

Frankfurt: Ab Sonntag gilt der neue Fahrplan. Eine S-Bahn steht im Frankfurter Hauptbahnhof: Ab Sonntag gilt der neue Fahrplan. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst/Archivbild)

Eine S-Bahn steht im Frankfurter Hauptbahnhof: Ab Sonntag gilt der neue Fahrplan. (Quelle: Frank Rumpenhorst/Archivbild/dpa)

Eine Neue S-Bahn-Station in Frankfurt, mehr Elektrobusse und ICEs: Der neue Fahrplan bringt viele Verbesserungen für Nutzer von Bussen und Bahnen. Aber auch höhere Preise.

Die Verkehrsbetriebe rechnen durch den Fahrplanwechsel mit einer steigenden Nachfrage. Der größte Verbund in Hessen, der Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), will mehr als eine Million Zugkilometer zusätzlich anbieten – der größte Zuwachs seit 2015. Auch andernorts wächst das Angebot. Nachfolgend einige Eckpunkte zu den zahlreichen Änderungen, die am kommenden Sonntag in Kraft treten.

Einmal die Stunde von Frankfurt nach Berlin

Deutlich sichtbare Neuerung ist die S-Bahn-Station am Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens, die von diesem Sonntag an planmäßig angefahren wird, wie t-online.de berichtete. 300 Millionen Euro sind in den neuen unterirdischen Haltepunkt und den zugehörigen Tunnel am Flughafen geflossen.

Die Deutsche Bahn hat gute Nachrichten unter anderem für Pendler zwischen Bensheim und Heidelberg, hier sollen ICEs vermehrt die teils mehr als 40 Jahre alten Intercity-Wagen ersetzen. Für Fernpendler wirbt die Bahn mit einem ab Sonntag lückenlosen Stundentakt auf der ICE Linie Berlin-Braunschweig-Frankfurt.

Ausbau des RMV-Angebots in Frankfurt

Genaue Zahlen hat der RMV noch nicht berechnet, doch dass die Fahrgastzahlen weiter steigen, sei bereits sicher. Für 2019 rechnet RMV-Geschäftsführer Knut Ringat erstmals mit mehr als 800 Millionen Fahrgästen. Dementsprechend steigt das Angebot: Unter anderem fahren die S-Bahnen, die im Tunnel unter der Frankfurter City verkehren, nun werktags morgens von 6 bis 10 Uhr sowie nachmittags ab 15 bis 20 Uhr im 15-Minuten-Takt.

Mehr Züge gibt es unter anderem auch von Frankfurt in den Rheingau sowie zwischen Darmstadt und Mannheim. Langfristig sollen auch wieder zusätzliche X-Bus-Linien geschaffen werden – voraussichtlich ab dem Wechsel 2020/21 werden die Schnellbusse auf weiteren Strecken unterwegs sein.

Die Fahrpreise im RMV steigen an

Im RMV steigen die Preise im Schnitt um 1,5 Prozent. Mehr zahlen muss beispielsweise der Besitzer einer Monatskarte von Wiesbaden nach Frankfurt, sie kostet mit 188,70 Euro knapp drei Euro mehr. Eine Jahreskarte von Darmstadt nach Frankfurt kostet künftig 1.849,30 Euro – fast 30 Euro mehr. Andere Tickets werden günstiger, etwa für Fahrten zwischen Wiesbaden und dem angrenzenden Rheingau-Taunus-Kreis, denn hier wird eine neue Preisstufe eingeführt. Dies mache fast 20 Prozent aus, erklärt der RMV.


Die Diskussion über ein 365-Euro-Ticket für alle hat mit dem Angebot neue Nahrung erhalten. Der RMV hat dem Bund signalisiert, als Modellregion einen Test organisieren zu wollen. Dies würde auch Pendler aus dem Umland motivieren, das Auto stehen zu lassen, schätzt Geschäftsführer Ringat. Wenn der Bund entschieden habe, wie viel Geld er zur Verfügung stellt, könne über die Größenordnung des Tests entschieden werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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