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Mit "Green IT" aus Hessen sollen Großrechner Energie sparen

Frankfurt am Main  

Mit "Green IT" aus Hessen sollen Großrechner Energie sparen

12.02.2020, 12:10 Uhr | dpa

Mit "Green IT" aus Hessen sollen Großrechner Energie sparen. Angela Dorn

Angela Dorn (Bündnis 90/Die Grünen), Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Rechenanlagen in der ganzen Welt sollen mit "Green IT" aus Hessen Energiesparen lernen. Die Frankfurter Goethe-Universität und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt haben ein Konzept für eine energieeffiziente Kühlstruktur von Großrechenzentren entwickelt und dafür nun ein europäisches Patent erhalten, wie die Hochschule am Mittwoch berichtete.

Das erste Rechenzentrum dieser Art wurde für die Goethe-Uni realisiert, ein weiteres, der "Green IT Cube", für die GSI in Darmstadt. Das Patent ermöglicht laut Hochschule nun die globale Vermarktung der "Green IT"-Technologie. Die Rechte zur Vermarktung erhielt ein Münchener Unternehmen. "Es liegen dafür bereits Anfragen aus verschiedenen Regionen der Welt vor", sagte Prof. Volker Lindenstruth, Professor für die Architektur von Hochleistungsrechnern, der das System federführend entwickelt hat.

Mit seinem Konzept können laut Hochschule Großrechenzentren und kommerzielle IT-Systeme im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren mit bis zu 50 Prozent weniger Primärenergie betrieben werden. In Frankfurt, einem wichtigen globalen Netzknoten, würden schon heute 20 Prozent des Stroms von Rechenzentren verbraucht, Tendenz steigend.

Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) wertete die Technologie als "sehr wichtigen Beitrag zur Energiewende". "Die smarte IT-Wirtschaft hat ein massives Nachhaltigkeits- und Energieproblem", sagte die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Birgitta Wolff. "Die IT-basierte Gesellschaft benötigt für ihren enormen Datenhunger neue energetische Konzepte für Großrechner, die den Energieverbrauch drastisch senken. Eine solche Lösung hat Volker Lindenstruth von der Goethe-Universität entwickelt."

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