Sie sind hier: Home > Regional > Frankfurt am Main >

Werteunion grenzt sich von AfD ab: Keine Zusammenarbeit

Frankfurt am Main  

Werteunion grenzt sich von AfD ab: Keine Zusammenarbeit

15.02.2020, 17:19 Uhr | dpa

Werteunion grenzt sich von AfD ab: Keine Zusammenarbeit. Alexander Mitsch

Alexander Mitsch, der Bundesvorsitzende der WerteUnion. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach massiver Kritik an ihrem Kurs hat die konservative Werteunion jeder Zusammenarbeit mit der AfD eine klare Absage erteilt. "Die Werteunion lehnt eine Zusammenarbeit mit der AfD und der Linkspartei entschieden ab und hat auch nie eine Zusammenarbeit gefordert. Sie steht voll und ganz hinter den diesbezüglichen Beschlüssen des CDU-Bundesparteitags", heißt es in einem Beschluss, den der Bundesvorstand am Samstag in Frankfurt auf Vorschlag des Vorsitzenden Alexander Mitsch fasste. "Die AfD vertritt Positionen, die mit unseren Zielen und Werten nicht vereinbar sind."

Der Beschluss fiel einstimmig unter Beteiligung der Landesvorsitzenden, wie Mitsch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Darin heißt es, die Werteunion sehe es als ihre Aufgabe an, "als wertkonservatives und wirtschaftsliberales Korrektiv zum Linkskurs der Kanzlerin zu wirken". Dieser Linkskurs habe das Aufkommen der AfD erst ermöglicht.

"Als Werteunion wollen wir vielmehr dazu beitragen, die Union zurück in die politische Mitte zu führen und konservative Wähler zurückzugewinnen", erklärte die Gruppe, die keine offizielle Parteigliederung ist. Sie hat nach eigenen Angaben mehr als 4000 Mitglieder. An der Sitzung nahm den Angaben zufolge auch frühere Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, teil.

Die Werteunion steht zurzeit auch in der Union massiv in der Kritik. Zuletzt hatten sich mehrere CDU-Politiker dafür ausgesprochen, Mitglieder der Gruppe wegen des Zuspruchs zur Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten aus der Partei zu drängen. Kemmerich war mit Stimmen von Liberalen, CDU und AfD gewählt worden, was bundesweit Empörung ausgelöst hatte. Kemmerich ist inzwischen zurückgetreten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal