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Flughafen Frankfurt: Betrieb wegen Drohne zeitweise eingestellt

Erneuter Vorfall  

Betrieb am Frankfurter Flughafen wegen Drohne zeitweise eingestellt

02.03.2020, 13:39 Uhr | dpa

Flughafen Frankfurt: Betrieb wegen Drohne zeitweise eingestellt. Ein Flugzeug startet am Frankfurter Flughafen: Wegen einer Drohnensichtung am Montagvormittag wurde der Betrieb eingestellt. (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)

Ein Flugzeug startet am Frankfurter Flughafen: Wegen einer Drohnensichtung am Montagvormittag wurde der Betrieb eingestellt. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago images)

Am Frankfurter Flughafen ist am Montagvormittag eine Drohne entdeckt worden. Deswegen konnten Starts und Landungen für anderthalb Stunden nicht freigegeben werden. 

Nach einer erneuten Drohnensichtung ist am Montagvormittag der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen für anderthalb Stunden eingestellt worden. Die Drohne sei gegen 11.15 Uhr von einem Piloten im südlichen Bereich des Flughafens gesichtet worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Landes- und Bundespolizei suchten nun nach der Drohne, auch ein Hubschrauber sei im Einsatz. Sicherheit gehe vor, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport.

Gegen 13 Uhr wurde der Betrieb wieder aufgenommen, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport mitteilte. Mehr als anderthalb Stunden hatte der Verkehr am größten deutschen Flughafen geruht. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hatte nach einer ersten Drohnensichtung um 11.23 Uhr keine Freigaben für Starts und Landungen mehr erteilt. Anschließend gab es weitere Berichte von Drohnensichtungen.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Frankfurter Flughafen seinen Betrieb wegen Drohnengefahr für eine Stunde einstellen müssen. Mehr als 20 Flugzeuge hätten auf andere Flughäfen umgeleitet werden müssen, hatte Fraport am 8. Februar dazu mitgeteilt.

Zuletzt weniger Drohnenvorfälle

Am Montag war auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betroffen. Laschet und ein Großteil seiner Delegation konnten nicht wie geplant gegen Mittag in Frankfurt landen. Sein Flug wurde zunächst nach Köln umgeleitet, wo nachgetankt werden sollte.

Immer wieder kommt es an deutschen Flughäfen zu Zwischenfällen mit Drohnen, die Zahl war aber zuletzt gesunken. Die DFS registrierte vergangenes Jahr 125 Behinderungen, 33 weniger als im Jahr zuvor. 110 Zwischenfälle und damit 88 Prozent wurden in der Nähe von Flughäfen bemerkt. Mit 28 Drohnensichtungen war erneut Frankfurt als größter deutscher Flughafen am häufigsten betroffen. Es folgten Berlin-Tegel (15), München (15) und Düsseldorf (12 Fälle).

Pilot könnte durch Drohne abgelenkt werden

Als Behinderung wird bereits die Sichtung einer Drohne durch einen Piloten gewertet, der dadurch abgelenkt sein könnte. Zur Sperrung eines Flughafens kommt es hingegen seltener, wenn Drohnen direkt am Flughafengelände gesichtet und von den Lotsen als Gefahr für den laufenden Betrieb eingeschätzt werden. Laut DFS war das im vergangenen Jahr zweimal in Frankfurt sowie je einmal in Stuttgart und Berlin-Tegel der Fall.

In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten – es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometern gehalten werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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