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Feldmann: Derzeit keine Investition in Frankfurter Bühnen

Frankfurt am Main  

Feldmann: Derzeit keine Investition in Frankfurter Bühnen

31.03.2020, 21:53 Uhr | dpa

Feldmann: Derzeit keine Investition in Frankfurter Bühnen. Frankfurter Bühnen

Das Schauspiel und die Oper (l-r.) in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat der geplanten Rieseninvestition in die Frankfurter Bühnen wegen der Corona-Krise zunächst eine Absage erteilt. "Wir können zwar die Planung in diesem Jahr fortführen", sagte Feldmann im "Bild"-Interview (online). Die Investition, die hunderte von Millionen Euro kosten würde, stehe aber erst einmal nicht an. "Zuerst muss die Stadt wieder auf die Beine kommen."

Jeden Tag erreichten ihn wegen der Corona-Krise Fragen von Arbeitnehmern, Handwerkern, Mietern, Vermietern, Wirten und Kulturschaffenden. "Sie alle wollen wissen, wie es weitergehen soll. Sie müssen in unserer Finanzplanung eine Priorität einnehmen", sagte Feldmann der Zeitung.

Ende Januar hatte das Stadtparlament den umstrittenen Abriss des gläsernen Doppelgebäudes am Willy-Brandt-Platz beschlossen, das seit den 1960er Jahren Schauspiel und Oper beherbergt. Über die weiteren Schritte sind die Parteien im Römer uneins. SPD und Grüne wollen zumindest eine der beiden Bühnen auf dem Willy-Brandt-Platz neu errichten, die andere soll andernorts in der Innenstadt entstehen. Die CDU würde lieber beide Sparten gemeinsam neu bauen und hat dafür ein Grundstück am Osthafen vorgeschlagen. Mitte April wollte die Stabsstelle ursprünglich mögliche Baugrundstücke in der Innenstadt vorschlagen.

Wie lange sich die Umsetzung des Großprojekts nach hinten verschieben wird, konnte Feldmann nicht sagen. "Wir müssen erst mal abwarten und Kassensturz machen." So sollen zunächst die Gewerbesteuer-Einnahmen angeschaut werden. "Dann werden wir auf dieser Grundlage entscheiden, wie ein gemeinsamer Weg aussehen kann, bei dem das vielfältige Gesicht und das Engagement in den Sport-Vereinen, im Stadtteil, in der Kultur, im Sozialen der Stadt erhalten bleibt."

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