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Frankfurt: Eltern demonstrieren für die Belange ihrer Kinder

Probleme in der Corona-Krise  

Eltern demonstrieren für die Belange ihrer Kinder

30.04.2020, 07:23 Uhr | dpa

Frankfurt: Eltern demonstrieren für die Belange ihrer Kinder. Ein Kind hält ein Plakat mit der Aufschrift "Kleine Kinder, Kleine Rechte?" neben seiner Mutter bei einem Protest in Frankfurt: Am Samstag gibt es eine weitere Eltern-Demo. (Quelle: dpa/Boris Roessler)

Ein Kind hält ein Plakat mit der Aufschrift "Kleine Kinder, Kleine Rechte?" neben seiner Mutter bei einem Protest in Frankfurt: Am Samstag gibt es eine weitere Eltern-Demo. (Quelle: Boris Roessler/dpa)

Homeoffice, Kinderbetreuung, geschlossene Spielplätze: Die Corona-Krise stellt viele Eltern vor große Probleme. In Frankfurt gehen sie deshalb nun vermehrt auf die Straße. 

Rund 20 Personen haben am Frankfurter Römer trotz der derzeitigen Auflagen für die Belange von Kleinkindern in der Corona-Krise demonstriert. Initiatorin war Leonie Rhein, Assistenzärztin am Uni-Klinikum Frankfurt und Mutter von zwei Kindern. Ihrer Ansicht nach werde derzeit zu wenig auf die Bedürfnisse von unter Sechsjährigen eingegangen.

Die Mütter und Väter waren teilweise mit Kindern da und zeigten Plakate wie "Mein Kind hat ein Recht auf Freunde" und "Kleine Kinder = kleine Rechte?". An der Veranstaltung durften wegen des Infektionsschutzes maximal 50 Menschen teilnehmen. Diese mussten einen Mundschutz tragen, auf festen Positionen stehen und sich nicht bewegen, um den Mindestabstand einzuhalten.

Eine junge Frau zeigt ein Plakat mit der Aufschrift "My son says: I miss my friends" bei einem Protest in Frankfurt: Mütter, Väter und Kinder demonstrierten für die Beachtung der Kinderrechte während der Corona-Pandemie.  (Quelle: dpa/Boris Roessler)Eine junge Frau zeigt ein Plakat mit der Aufschrift "My son says: I miss my friends" bei einem Protest in Frankfurt: Mütter, Väter und Kinder demonstrierten für die Beachtung der Kinderrechte während der Corona-Pandemie. (Quelle: Boris Roessler/dpa)

Für Samstagvormittag hat die Facebook-Gruppe #elterninderkrise ebenfalls in Frankfurt zu einer Demonstration aufgerufen. Die Initiative fordert die Politik auf, endlich einen Fahrplan vorzulegen, wie es mit der Situation der Kinder und Familien weitergehe. "Die Eltern brauchen Planungssicherheit und keine Salamitaktik. Ein Vertrösten von Woche zu Woche ist nicht mehr länger hinnehmbar!", heißt es in einer Pressemitteilung.

Es brauche Lösungen für Eltern, die ihre Kinder weiter zu Hause betreuen wollen wie auch für Eltern, die auf die Notbetreuung angewiesen sind. Zudem fordern die Initiatoren, eine finanzielle Kompensation von Familien, die aufgrund der Betreuungssituation nicht mehr oder nicht in gleichem Umfang arbeiten können: "Homeoffice ist für Eltern von kleinen Kindern keine Lösung des Betreuungsproblems."

Zuvor hatte es bereits Kundgebungen in Wiesbaden und Düsseldorf gegeben. Dass Demonstrationen weiterhin stattfinden können, hatte das Bundesverfassungsgericht klar gestellt. Mitte April verwarfen die Karlsruher Richter im Eilverfahren ein Verbot der Stadt Gießen, die zuvor unter Bezugnahme auf die Corona-Verordnungen des Landes zwei Demonstrationen untersagt hatte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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