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Frankfurt: Kämmerer befürchtet massive Einnahmen-Einbrüche

Haushaltsloch wird größer  

Frankfurts Kämmerer befürchtet massive Einnahmen-Einbrüche

19.05.2020, 09:55 Uhr | dpa

Frankfurt: Kämmerer befürchtet massive Einnahmen-Einbrüche . Gestapelte Geldmünzen liegen auf Geldscheinen: Frankfurt fehlen wegen Corona voraussichtlich 500 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer. (Quelle: dpa/Tobias Hase)

Gestapelte Geldmünzen liegen auf Geldscheinen: Frankfurt fehlen wegen Corona voraussichtlich 500 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer. (Quelle: Tobias Hase/dpa)

Die Stadt Frankfurt rechnet infolge der Corona-Krise mit mindestens 500 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen. Gleichzeitig werden die Ausgaben im Sozialbereich steigen.

Die Corona-Krise dürfte der Stadt Frankfurt erhebliche Einbrüche bei den Einnahmen bescheren. Stadtkämmerer und Finanzdezernent Uwe Becker (CDU) mahnte deshalb nun notwendige Konsolidierungsentscheidungen an. "Wenn wir die Zahlen der aktuellen Steuerschätzung auf Frankfurt übertragen, würde dies alleine bei unserer wichtigsten Einnahmequelle, der Gewerbesteuer, ein Minus von rund 500 Millionen Euro ausmachen", sagte er. "Dies würde meine Prognose von Mitte April in trauriger Weise bestätigen und das ohnehin vorhandene Defizit im Haushalt 2020 noch weiter verstärken."

Selbst wenn der Einbruch bei der Gewerbesteuer über das Jahr hinweg nicht so dramatisch ausfallen sollte, führten die übrigen Verluste vom Wegfall der Dividende des Flughafenbetreibers Fraport in Höhe von rund 37 Millionen Euro, dem wahrscheinlichen Ausbleiben der Ausschüttung der Messe Frankfurt und vielen weiteren Einbußen zu deutlichen Belastungen für den städtischen Haushalt.

"Damit würden wir so oder so auf 500 Millionen Euro Einnahmen verzichten müssen", sagte Becker. Gleichzeitig erwartete er steigende Ausgaben im Sozialbereich, wo sich die Folgen von Arbeitslosigkeit und Aufstockung von Transferleistungen bemerkbar machen würden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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