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500 Kilo-Bombe in Frankfurt erfolgreich entschärft

Frankfurt am Main  

500 Kilo-Bombe in Frankfurt erfolgreich entschärft

05.06.2020, 15:01 Uhr | dpa

500 Kilo-Bombe in Frankfurt erfolgreich entschärft. Blick auf eine ausgestellte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg

Blick auf eine ausgestellte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes Hessen haben am Freitag eine 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Messegelände erfolgreich entschärft. Die Absperrungen zum Gefahrenbereich würden aufgehoben, berichtete die Feuerwehr Frankfurt am frühen Nachmittag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst konnten nach Angaben eines Feuerwehrsprechers am Freitag keine sogenannte Raketenklemme verwenden, die aus der Ferne betätigt wird: Beide Zünder stecken hinter einer Art Kragen. Stattdessen wurden die Zünder des Blindgängers vorsichtig soweit herausgedreht, dass sie anschließend gezielt und ohne Gefahr gesprengt werden konnten.

Der Sprengkörper amerikanischer Herkunft war am Dienstag bei Bauarbeiten am Frankfurter Messegelände entdeckt worden. Bereits seit Freitagmorgen mussten etwa 2700 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Für diejenigen, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, war in einer Messehalle außerhalb des Evakuierungsgebiets eine Betreuungsstelle eingerichtet worden.

Die Abstandsregelungen als Schutz vor einer Corona-Infektion konnten dort problemlos eingehalten werden: In der Spitzenzeit hatten 24 Menschen die Betreuungsstelle aufgesucht, die meisten der Evakuierten kamen bei Freunden oder Verwandten unter. Der Rettungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr brachte vor der Entschärfung insgesamt sechs Menschen, die auf Hilfe angewiesen waren, aus der Gefahrenzone heraus. Die gesamte Evakuierungsaktion sei reibungslos abgelaufen, hieß es.

Der Kampfmittelräumdienst wird nach Angaben des Regierungspräsidiums pro Jahr im Schnitt 500 Mal zu Funden von Granaten, Munition und Bomben gerufen. Im Schnitt müssen jährlich 35 Bomben entschärft oder - falls nicht möglich - gesprengt werden. Insgesamt werden den Angaben zufolge so jedes Jahr rund 100 Tonnen Munition entsorgt.

Auch Frankfurt war schon mehrfach Schauplatz von Bombenentschärfungen: Im vergangenen Juli mussten vor der Entschärfung einer in der Nähe der Europäischen Zentralbank gefundenen Weltkriegsbombe rund 60 000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Noch aufwendiger waren die Maßnahmen vor der Entschärfung einer 1,8 Tonnen schweren Bombe im September 2017 im Frankfurter Westend. Damals mussten mehr als 60 000 Einwohner ihre Wohnungen räumen. Es war die größte Evakuierung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs

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