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Frankfurt: Bildungsstätte will mehr Rassismus-Aufklärung an Schulen

"Es sollte eigenes Schulfach geben"  

Frankfurter Bildungsstätte will mehr Rassismus-Aufklärung an Schulen

16.06.2020, 08:52 Uhr | dpa

Frankfurt: Bildungsstätte will mehr Rassismus-Aufklärung an Schulen. Demonstranten halten Schilder bei einer "Black Lives Matter"-Demo in Frankfurt am 6. Juni hoch: Tausende Teilnahmer sprachen sich gegen Rassismus aus. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Demonstranten halten Schilder bei einer "Black Lives Matter"-Demo in Frankfurt am 6. Juni hoch: Tausende Teilnahmer sprachen sich gegen Rassismus aus. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Die Auseinandersetzung mit Hass und Rassismus sollte an Schulen stärker vorangetrieben werden, fordert die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank. Sie wünscht sich sogar ein eigenes Schulfach.

Vor dem am Dienstag beginnenden Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat eine Vertreterin der Bildungsstätte Anne Frank mehr Aufklärung an Schulen gefordert. "Dafür sollte ein eigenes Schulfach eingeführt werden", sagte Saba-Nur Cheema, die Leiterin der Bildungsabteilung der Frankfurter Einrichtung, die Aufklärung und Beratung für Betroffene bietet.

Saba-Nur Cheema bei einem Vortrag: Die Leiterin der Bildungsabteilung der Frankfurter Anne-Frank-Bildungsstätte fordert mehr Aufklärung an Schulen.  (Quelle: imago images/Marc Schüler/Archiv)Saba-Nur Cheema bei einem Vortrag: Die Leiterin der Bildungsabteilung der Frankfurter Anne-Frank-Bildungsstätte fordert mehr Aufklärung an Schulen. (Quelle: Marc Schüler/Archiv/imago images)

In einer Gesellschaft, "in der es so viel Hass gibt", sei es wichtig, schon mit jungen Menschen darüber zu sprechen, welche Denkweisen letztlich zu Taten wie dem Mord an Lübcke führten.

Wer ein eigenes Schulfach übertrieben finde, dem sei "vielleicht nicht klar, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der immer mehr rechtsextreme Attentate verübt werden: Kassel, Halle, Hanau, Wächtersbach – um nur einen Bruchteil zu nennen", sagte Cheema der Deutschen Presse-Agentur. Dass Jugendliche am Thema Rassismus interessiert seien, zeigten die Black Lives Matter-Demonstrationen der vergangenenen Wochen mit vielen jugendlichen Teilnehmern.

"Ob Walter Lübcke in Deutschland oder George Floyd in den USA  – bisher musste immer erst jemand sterben, damit Rassismus auf die Agenda kam", bedauerte Cheema. "Aber das darf nicht sein, das muss ein Dauerthema sein."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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