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Veranstaltungsbranche beklagt prekäre Lage durch Corona

Frankfurt am Main  

Veranstaltungsbranche beklagt prekäre Lage durch Corona

22.06.2020, 15:08 Uhr | dpa

Veranstaltungsbranche beklagt prekäre Lage durch Corona. Kundgebung der Veranstaltungsbranche

Eine junge Demonstrantin hält einen Zettel mit der Aufschrift "Menschen geBrauchen Kultur". Foto: Andreas Arnold/dpa (Quelle: dpa)

Bei einer Kundgebung in Frankfurt haben am Montag Veranstalter, Künstler und Kulturschaffende auf ihre prekäre Situation in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. "Die Live-Veranstaltungsbranche kann nur überleben, wenn sie eine relevante finanzielle Rettung erfährt", teilten die Organisatoren mit. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Abstandsregeln finden derzeit kaum Live-Veranstaltungen statt. Großveranstaltungen sind aktuell bis Ende Oktober untersagt.

Auf der Bühne vor der Jahrhunderthalle standen unter anderem Henni Nachtsheim und Gerd Knebel vom Comedyduo Badesalz und die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne). Insgesamt waren etwa 450 Teilnehmer zu der Kundgebung gekommen.

"Wir können unter der Einhaltung der geforderten Mindestabstände keine Veranstaltungen durchführen, ohne dabei ein horrendes Minusgeschäft zu produzieren, das gilt für kleine Theater ebenso wie für große Hallen", erklärte Stefan Schornstein von der Veranstaltungsagentur S-Promotion in einer Mitteilung. Einer ganzen Branche drohe das Aus, wenn sie jetzt nicht arbeiten dürfe und finanziell allein gelassen werde.

Zudem sollte es am Montagabend eine weitere bundesweite Aktion geben, bei der Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft Spielstätten und andere Gebäude rot anstrahlen. Mit der symbolischen "Alarmstufe Rot" solle die schwierige wirtschaftliche Lage unterstrichen werden, berichteten die Organisatoren aus Nordrhein-Westfalen im Vorfeld. Wegen der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise sei einem riesigen Wirtschaftszweig praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden, hieß es.

Bis Montagnachmittag verzeichneten die Organisatoren auf ihrer Internetseite mehr als 7500 Gebäude, die beleuchtet werden sollen. Darunter waren auch zahlreiche in Hessen - beispielsweise die Alte Oper in Frankfurt, der Herkules in Kassel oder das Kulturzentrum Schlachthof in Wiesbaden.

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