Sie sind hier: Home > Regional > Frankfurt am Main >

Mehr Besucher in Heimen: Segen und Risikofaktor

Kassel  

Mehr Besucher in Heimen: Segen und Risikofaktor

28.06.2020, 11:46 Uhr | dpa

Mehr Besucher in Heimen: Segen und Risikofaktor. Frau im Pflegeheim

Eine ältere Frau sitzt in einem Pflegeheim in ihrem Rollstuhl vor einem Tisch. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Seit einer Woche dürfen Bewohner von Alten- und Pflegeheimen wieder mehr Besuch bekommen. Das ist ein Segen für die Bewohner, aber kein Grund zum Jubeln. Die Heimleitungen haben zwiespältige Gefühle, wie der Paritätische und die Liga der Freien Wohlfahrtspflege der Deutschen Presse-Agentur übereinstimmend berichteten. Sie formulieren klare Forderungen an das Land.

Schon in der ersten Woche seien etwa doppelt so viele Besucher gekommen, sagt Michael Schmidt, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit, Pflege, Senioren in der Liga der Freien Wohlfahrtspflege. "Wir gehen davon aus, dass das in den nächsten Wochen so weitergeht." Viele blieben die komplette Stunde. "Die Angehörigen fühlen in der Pandemie ihre Verantwortung."

"Für die Einrichtungen bedeutet das eine massive Mehrbelastung der Mitarbeiter", sagt Walter Berle, Sprecher der Altenhilfeeinrichtungen des Paritätischen in Hessen. "Pro Besucher ist das rund eine halbe Stunde Aufwand. Das entzieht Personal der Pflege." Sowohl der Paritätische als auch die Liga fordern zudem mehr Corona-Tests in Altenheimen. "Es wird viel zu wenig getestet", sagt Schmidt. "Bevor die nächste Lockerung bei den Besuchsregeln kommt, müssen die Tests verbindlich geregelt werden."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal