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Tarifeinigung für Ärzte an Unikliniken in Hessen

Frankfurt am Main  

Tarifeinigung für Ärzte an Unikliniken in Hessen

01.07.2020, 14:40 Uhr | dpa

Tarifeinigung für Ärzte an Unikliniken in Hessen. Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes

Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild (Quelle: dpa)

Der Marburger Bund hat sich mit dem Land Hessen auf einen Tarifabschluss für die rund 2200 Ärzte an den drei hessischen Universitätskliniken geeinigt. Die Mediziner bekommen in drei Schritten 7,25 Prozent mehr Gehalt. Auch die Zeitzuschläge für Arbeit in den Nächten und an Wochenenden wurden erhöht, wie der hessische Landesverband des Marburger Bunds am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Weitere Eckpunkte: Bei mehr als vier Bereitschaftsdiensten im Monat erhalten sie künftig zusätzliche Zeitgutschriften, die sie in Freizeit ausgleichen können. Außerdem ist tariflich geregelt, dass Ärzte Anspruch auf zwei freie Wochenenden pro Monat haben. Das Tarifergebnis steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Gremien des Marburger Bundes.

Andreas Wagner, Verhandlungsführer und Geschäftsführer des Marburger Bundes Hessen, nannte die Einigung ein "respektables Gesamtergebnis". Die Kliniken sind den Angaben zufolge ab sofort auch verpflichtet, die gesamte Anwesenheitszeit der Ärzte im Krankenhaus elektronisch oder auf andere Art mit gleicher Genauigkeit zu erfassen und zu dokumentieren. Das sei ein signifikanter Fortschritt beim Umgang mit der ärztlichen Arbeitszeit, befand der Marburger Bund.

Unterdessen forderte der Hessische Ärztekammerpräsident in der Corona-Krise mehr Unterstützung von der Politik. Seit Wochen arbeiteten die Gesundheitsämter am Limit, sagte Edgar Pinkowski laut einer Mitteilung. Die Mitarbeiter kämpften nicht nur mit der Pandemie, sondern auch mit strukturellen Defiziten und zu wenig Personal im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Pinkowski forderte deswegen unter anderem eine personelle Mindestausstattung, attraktivere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung.

Hessens Innenstaatssekretär Stefan Heck zeigte sich mit dem Abschluss zufrieden. Das Ergebnis zeige, dass auch in Pandemiezeiten der Spagat zwischen der höchstmöglichen Patientensicherheit und einer Honorierung der hervorragenden Leistungen der Ärzte gelingen könne. "Wir haben jetzt eine passgenaue hessische Lösung für die Wochenend- und Bereitschaftsdienste gefunden." Insbesondere bei den Bereitschaftsdiensten sei ein bundesweit einmaliger Weg gefunden worden, sowohl die Leistungen der Ärzte finanziell zu honorieren als auch einen flexibleren Freizeitrahmen zu gestalten.

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