Sie sind hier: Home > Regional > Frankfurt am Main >

Frankfurt: Bordelle wollen wieder öffnen – trotz Corona

Mit Hygienekonzept gegen Corona  

Frankfurts Bordelle wollen wieder öffnen

17.07.2020, 11:55 Uhr | dpa

Frankfurt: Bordelle wollen wieder öffnen – trotz Corona. "Sex Inn" in Frankfurt am Main

Blick in den Eingangsbereich des Laufhauses "Sex Inn" im Frankfurter Bahnhofsviertel. Foto: Arne Dedert/dpa (Quelle: dpa)

Seit Mitte März sind die Laufhäuser in Frankfurt wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Das bringt einige Probleme mit sich. Die Betreiber fordern deshalb, endlich wieder öffnen zu können.  

Die Rotlicht-Betriebe in Frankfurt wollen ihre Wiedereröffnung trotz Corona-Pandemie erreichen. "Wir sind in der Lage, ein Hygienekonzept einzuhalten", sagte Nadine Maletzki, Betreiberin des Laufhauses "Sex Inn" im Bahnhofsviertel. Dazu gehöre Fiebermessen vor dem Einlass, die regelmäßige Desinfektion aller Flächen und sanitären Einrichtungen sowie die Einhaltung der Maskenpflicht. Sie könne dafür sorgen, dass Freier ihre Kontaktdaten angeben. "Ich kann auch die Ausweise verlangen", sagte Maletzki. Seit 18. März müssen Prostitutionsstätten in Hessen wegen der Corona-Pandemie geschossen bleiben.

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel habe eine Klage mehrerer Laufhäuser, an der sie auch beteiligt gewesen sei, abgelehnt. "Das ist völlig unverständlich", sagte Maletzki. Andere Betriebe wie Restaurants seien schließlich auch wieder geöffnet.

"Rechnungen muss ich aber trotzdem bezahlen"

Zugleich blühe die illegale Prostitution, auf dem Straßenstrich, in Wohnungen und in den Hotels. Sie habe ihr Haus bereits am 14. März geschlossen, seitdem gebe es keine Einnahmen mehr. "Rechnungen muss ich aber trotzdem bezahlen", sagte Maletzki. "Wir wollen endlich ein Datum, an dem wir wieder aufmachen können, damit wir planen können."

Maletzki hatte einen "Tag der offenen Tür" organisiert, um auf die Problemlage aufmerksam zu machen. An einem weiteren Standort in Frankfurt und anderen bundesweit waren ähnliche Aktionen geplant. In einem Laufhaus arbeiten die Prostituierten als Selbstständige, sie mieten dort ein Zimmer. Im "Sex Inn" berichtete die Prostituierte Anna, dass sie derzeit gar keine Einnahmen habe. Sie sei froh, dass sie in dem Laufhaus wohnen und essen könne.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal