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Frankfurt: Kunst-Abende sollen Rotlichtviertel beleben

Während Corona-Pandemie  

Kunst-Abende sollen Frankfurter Rotlichtbezirk beleben

31.07.2020, 12:08 Uhr | dpa, t-online.de

Frankfurt: Kunst-Abende sollen Rotlichtviertel beleben. Puppenbeine auf dem Balkon eines Bordells in Frankfurt (Symbolbild): Im Rotlichtbezirk wird diesen Sommer Kunst ausgestellt. (Quelle: imago images/Hoffmann)

Puppenbeine auf dem Balkon eines Bordells in Frankfurt (Symbolbild): Im Rotlichtbezirk wird diesen Sommer Kunst ausgestellt. (Quelle: Hoffmann/imago images)

Im Rotlichtbezirk in Frankfurt hat man sich eine neue Strategie gegen die coronabedingte Besucher-Flaute ausgedacht: Kunstinstallationen und Führungen sollen auf andere Weise unterhalten.

In Frankfurt sollen Erlebnis- und Kunst-Abende im Rotlichtbezirk für Publikum in der Corona-Pandemie sorgen. In kleinen Gruppen kann man das Rotlichtmilieu im Bahnhofsviertel kennen lernen.

An vier Abenden im August ist eine "Redhouse-Art-Night" geplant, wie die Veranstalter am Donnerstagabend bekanntgaben. Kleine Besuchsgruppen sollen dabei Einblick in die Rotlicht-Welt des Bahnhofsviertels bekommen. Der erste der Abende findet an diesem Samstag statt, dabei werden sechs Gruppen mit jeweils vier Gästen herumgeführt. Die Tickets gibt es online, sie kosten 79 Euro.

Kunst im Bordell

Zu sehen sind Fotografien aus dem Viertel, die auf eine Matratze in einem wegen der Pandemie derzeit geschlossenen Bordell-Betrieb projiziert werden. In einem anderen Zimmer wird der Film "Das Abendmahl" mit Mitwirkenden aus der Rockerszene gezeigt. Die Regisseure werden anwesend sein und über die Entstehung des Films berichten – und die Parallelen, die sie zwischen Jesus' Aposteln und Rockern entdeckt haben. In einem anderen Raum stellt ein Zauberer Hütchenspieler-Tricks vor.

Auch eine Prostituierte wirkt mit. "Mistress Vanessa" berichtet von ihrer Tätigkeit, bei der sie für ihre Kunden auf Wunsch in die Rolle der Lehrerin oder Krankenschwester schlüpft. Am Donnerstagabend schilderte sie die Folgen der coronabedingten Schließung von "Prostitutionsstätten" Mitte März: "Viele Frauen haben nie etwas zurückgelegt, die stehen jetzt vor dem absoluten Nichts."Überall in der Stadt und am Main feierten Menschen Arm in Arm, die illegale Prostitution blühe. "Und wir sind legal, angemeldet, zahlen Steuern und trotzdem ist der Laden zu", sagte sie.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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