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Frankfurt: Verkehrsdezernent gegen Osthafen als Bühnenstandort

Zu weit weg vom Bahnhof  

Frankfurter Verkehrsdezernent gegen Osthafen als Bühnenstandort

10.08.2020, 15:45 Uhr | dpa

Frankfurt: Verkehrsdezernent gegen Osthafen als Bühnenstandort. Klaus Oesterling (SPD), Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt, bei einem Interview (Archivbild): Oesterling hat sich gegen den Osthafen als Bühnenstandort ausgesprochen. (Quelle: dpa/Swen Pförtner)

Klaus Oesterling (SPD), Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt, bei einem Interview (Archivbild): Oesterling hat sich gegen den Osthafen als Bühnenstandort ausgesprochen. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

In Frankfurt wird ein neuer Standort für die Städtischen Bühnen gesucht – bisher ohne Erfolg. Verkehrsdezernent Oesterling hat sich jetzt gegen den jüngsten Vorschlag, den Osthafen, ausgesprochen.

Der Verkehrsdezernent von Frankfurt am Main, Klaus Oesterling, hat sich wegen der "unzureichenden Verkehrsanbindung" gegen einen Neubau der Städtischen Bühnen am Osthafen ausgesprochen. Bei dem Standort betrage die Entfernung zum U-Bahnhof Ostbahnhof, zur Straßenbahnhaltestelle und zum künftigen S-Bahnhof etwa 500 Meter, was keine akzeptable Erschließung mehr darstelle, erklärte der SPD-Politiker am Montag. Bei Regenwetter könnten die Zuschauer nur noch völlig durchnässt ihr Ziel erreichen. "Der jetzige Standort für die Bühnen ist eigentlich unter Verkehrsgesichtspunkten in jeder Hinsicht optimal", sagte Oesterling.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Januar den Abriss der bestehenden Bühnen am Willy-Brandt-Platz beschlossen. Eine Stabsstelle hatte zuvor ermittelt, dass eine Sanierung des rund 70 Jahre alten Baus kaum billiger wäre als Neubauten.

Im Raum stehen 800 bis 900 Millionen Euro. Über mögliche Standorte wird derzeit diskutiert. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) favorisierte zuletzt einen Neubau des Schauspiels am heutigen Standort, während die Oper auf ein Grundstück in der Nähe an der Neuen Mainzer Straße ziehen soll. Die CDU hatte sich für einen Neubau am Osthafen ausgesprochen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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