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Frankfurt öffnet Mainufer wieder für Autoverkehr

Mehrheit der Bürger dagegen  

Frankfurt öffnet Mainufer wieder für Autoverkehr

27.08.2020, 15:48 Uhr | dpa

Frankfurt öffnet Mainufer wieder für Autoverkehr. Ein mehrfarbiges Graffiti mit Schriftzug "Mainkai autofrei" ist auf das Straßenpflaster gesprüht worden: Die Mehrheit der Frankfurter will, dass der Mainkai eine Fahrradstraße bleibt. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Ein mehrfarbiges Graffiti mit Schriftzug "Mainkai autofrei" ist auf das Straßenpflaster gesprüht worden: Die Mehrheit der Frankfurter will, dass der Mainkai eine Fahrradstraße bleibt. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Obwohl die Mehrheit der Frankfurter die Sperrung gut findet, wird der Mainkai in der nächsten Woche wieder für den Verkehr freigegeben. Ein Jahr lang war die Straße für Autos gesperrt gewesen.

In Frankfurt wird der Mainkai wieder für den Autoverkehr freigegeben – obwohl die Mehrheit der Bürger dagegen ist. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) stellte am Donnerstag eine repräsentative Umfrage vor, an der sich 1.000 Frankfurter im vergangenen Dezember beteiligt hatten. 57 Prozent fanden es gut, dass das Mainufer autofrei war, 21 Prozent wollten, dass dort wieder Autos fahren dürfen, dem Rest war es egal.

Die ein Kilometer lange Strecke zwischen Untermainkai und Alter Brücke war versuchsweise für ein Jahr für Autos gesperrt. Der "Verkehrsversuch" endet am Montag. Um ihn fortzusetzen, fehlt die politische Mehrheit. Die Koalition im Römer ist sich nicht einig: SPD und Grüne wollen den Versuch fortsetzen, die mitregierende CDU ist dagegen.

Oesterling sieht die Umfrage als Beleg für seine Position. "Ich bin entschlossen, meine Politik gegen alle Widerstände durchzusetzen", sagte er am Donnerstag. Dass die Bürger das wollten, zeigten auch die Unterzeichner-Zahlen zweier gegenteiliger Petitionen. Oesterling zufolge haben 10.500 Menschen dafür unterschrieben, die Sperrung beizubehalten, aber nur 2.500 dafür, die Straße wieder freizugeben. Vor der Sperrung nutzten 20.000 Autofahrer täglich die wichtige Ost-West-Verbindung durch die Stadt.

In der Bürgerbefragung wurde auch nach der generellen Verkehrspolitik gefragt. 57 Prozent sagten: "Der Autoverkehr wird immer mehr zur Belastung. "Es müssen mehr Flächen für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung gestellt werden". 25 Prozent fanden: "Der Autoverkehr in der Innenstadt muss auch in Zukunft ungehindert fließen und darf nicht zugunsten des Radverkehrs eingeschränkt werden."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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