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Frankfurt: Falscher Regionalredakteur erschwindelt sich Zutritt zu Events

Indentität gestohlen?  

Falscher Redakteur erschwindelt sich Zutritt zu Events

16.09.2020, 09:12 Uhr | dpa

Frankfurt: Falscher Regionalredakteur erschwindelt sich Zutritt zu Events. Eine Statue der Justitia hält eine Wage in der Hand (Symbolbild): In Frankfurt steht ein Mann vor Gericht, der sich als Redakteur ausgegeben und so Zutritt zu Events verschafft haben soll. (Quelle: dpa/David-Wolfgang Ebener)

Eine Statue der Justitia hält eine Wage in der Hand (Symbolbild): In Frankfurt steht ein Mann vor Gericht, der sich als Redakteur ausgegeben und so Zutritt zu Events verschafft haben soll. (Quelle: David-Wolfgang Ebener/dpa)

In Frankfurt steht ein Mann vor Gericht, der sich als Redakteur einer Zeitung ausgegeben und so Zutritt zu Events und Konzerten erschlichen haben soll. Der Angeklagte selbst sagt: "das ist abwegig."

Ein Mann in Frankfurt soll sich als Redakteur einer Tageszeitung ausgegeben und so unter anderem versucht haben, zu einem Konzert der Rolling Stones zu kommen. Seit Dienstag steht der 61-Jährige deshalb vor dem Amtsgericht Frankfurt. Der Anklage zufolge legte sich der Mann einen E-Mail-Account zu, der auf den Namen eines Redakteurs einer großen deutschen Tageszeitung lautete.

Unter dessen Namen trat er – so die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft – seit 2012 immer wieder in Erscheinung. Er soll sich so neben den Pressekarten für das Rockkonzert in Berlin unter anderem auch den Zugang zu den Filmfestspielen in Cannes sowie Pressekarten für eine Opernpremiere der Berliner Staatsoper erschwindelt haben.

Als der Angeklagte vor dem Stones-Konzert in der Berliner Waldbühne am Presseschalter vorsprach, schöpfte man dort Verdacht und verweigerte ihm die Karten. Zwischenzeitlich hatte die Tageszeitung Strafanzeige erstattet.

"Das ist abwegig", sagt der Angeklagte

Vor Gericht bestritt der Angeklagte energisch die Vorwürfe. Wie die "F.A.Z." berichtet, sagte der Angeklagte am ersten Verhandlungstag, dass er sich zu den genannten Veranstaltungen auch mit seinem richtigen Namen Zugang verschaffen hätte können: "Ich war auf diesen ganzen Events nicht, ich bin doch selber Journalist."

Für das Rockkonzert habe er eigene Eintrittskarten besessen und die Veranstaltung deshalb auch besucht. "Ich habe es nicht nötig, Pressekarten zu erschleichen. Das ist abwegig", sagte er. Am Presseschalter sei er nur deshalb gewesen, um die Karten für einen Kollegen abzuholen, der seinen Presseausweis vergessen hatte.

Nachdem mehrere Zeugen nicht zum Prozess kommen konnten, setzte der Amtsrichter weitere Verhandlungstermine an. Der Prozess wird im Oktober fortgesetzt.

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