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Frankfurt/Virologe Stürmer: Nach "Lockdown Light" muss sich Verhalten ändern

Kein normales Weihnachten  

Frankfurter Virologe: Nach "Lockdown Light" muss sich Verhalten ändern

29.10.2020, 12:22 Uhr | dpa

Frankfurt/Virologe Stürmer: Nach "Lockdown Light" muss sich Verhalten ändern. Martin Stürmer als Gast in einer Talkshow (Archivbild): Der Frankfurter Virologe sieht den zweiten Lockdown positiv.  (Quelle: imago images/teutopress)

Martin Stürmer als Gast in einer Talkshow (Archivbild): Der Frankfurter Virologe sieht den zweiten Lockdown positiv. (Quelle: teutopress/imago images)

Der Virologe Martin Stürmer aus Frankfurt sieht den zweiten Lockdown als Chance – allerdings kann es für ihn danach nicht wie zuvor weiter gehen. Ein Weihnachten wie sonst ist für ihn dieses Jahr nicht vorstellbar.

Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hält die geplanten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für sinnvoll, um die zweite Welle zu brechen – aber nur dann, wenn sich danach das Verhalten ändert. "Es steht und fällt damit, dass sich die Menschen bewusst sind, dass es ohne ihr Mitwirken nicht funktioniert", sagte der Laborleiter und Dozent der Deutschen Presse-Agentur.

Mit massiven Kontaktbeschränkungen gebe es eine gute Chance, die Infektionsketten zu durchbrechen, sagte Stürmer. Nur müssten die Menschen nach der "Rückkehr in den Normalbetrieb" wieder darauf achten, sich an bestimmte Maßnahmen wie das Lüften oder die AHA-Regeln – Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen – zu halten. "Sonst führt das in eine Endlosschleife", sagte Stürmer. Die Entwicklung der Fallzahlen habe gezeigt: "Die Menschen sind zu leichtsinnig geworden."

Schulen keine Infektionstreiber

Dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben, sieht der Frankfurter Virologe nicht als problematisch an. Zwar gebe es so immer noch eine gewisse Chance für ein Infektionsgeschehen, sagte Stürmer. "Es gibt aber noch keine Signale darauf, dass Schulen und Kitas Infektionstreiber wären."

Die Chance auf ein "normales Weihnachten" sieht der Laborleiter indes nicht. "Das wäre wieder kontraproduktiv", sagte Stürmer. Die angedachten Maßnahmen würden jedoch ermöglichen, ein "etwas normaleres Weihnachten" zu feiern als unter massiven Kontaktbeschränkungen – "zwar nicht wie vor Corona, aber nicht nur mit der Familie und sonst gar nichts".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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