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Deutsche Börse stockt Dax auf 40 Mitglieder auf

Eschborn  

Deutsche Börse stockt Dax auf 40 Mitglieder auf

24.11.2020, 02:39 Uhr | dpa

Deutsche Börse stockt Dax auf 40 Mitglieder auf. Dax

Das Wort "Dax" steht im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse an einer Tafel. Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Die Deutsche Börse verschärft nach dem Wirecard-Skandal ihre Regeln für die Dax-Familie. Die umfassendsten Änderungen gibt es für das Aushängeschild: den Deutschen Aktienindex. Der Leitindex wird von 30 auf 40 Werte erweitert, zugleich gelten vom kommenden Jahr an strengere Vorgaben für die Mitglieder. Die Zusammensetzung des Dax soll künftig zweimal statt nur einmal jährlich regulär überprüft werden, wie die Deutsche Börse am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Dabei wird der Börsenwert, also die Marktkapitalisierung, zum wichtigsten Kriterium. Das bisher zweite Kriterium für eine Aufnahme in einen Index, der Börsenumsatz, fällt weg. Es wird - und dies gilt auch für die anderen Indizes der Dax-Familie MDax, SDax und TecDax - durch eine sogenannte Mindestliquiditätsanforderung ersetzt.

Für die erste deutsche Börsenliga gilt: Erstmals wird der Dax im März 2021 regulär unter die Lupe genommen, während die Aufstockung um zehn neue Mitglieder dann ein halbes Jahr später im September 2021 erfolgt. Wer Mitglied werden will, muss mindestens auf Basis des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) die vorhergehenden beiden Geschäftsjahre profitabel gewesen sein.

Der MDax der mittelgroßen Werte wird gleichzeitig von derzeit 60 auf 50 Mitglieder gestutzt. Für alle Unternehmen in den verschiedenen Indizes der Dax-Familie gilt eine Verschärfung der Finanzberichterstattungspflichten: Sie müssen Quartalsmitteilungen und testierte Jahresabschlüsse veröffentlichen. Die Deutsche Börse betonte: "Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss."

Mit den strengeren Vorgaben zieht die Deutsche Börse Konsequenzen aus Lücken im bisherigen Regelwerk, nachdem Wirecard trotz des ausufernden Bilanzskandals noch über Monate im Dax blieb. Der Zahlungsabwickler, der im September 2018 in die erste deutsche Börsenliga aufgestiegen war, hatte im Juni des laufenden Jahres Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Es folgten Insolvenz und strafrechtliche Ermittlungen. Ende August flog Wirecard aus dem Dax.

Bereits Ende Juni hatte die Deutsche Börse eine Überarbeitung der Regeln für die Dax-Familie angekündigt und später Vorschläge unterbreitet. In den vergangenen Wochen konnten Marktteilnehmer wie Banken, Fondsgesellschaften oder Verbände dazu Stellung nehmen.

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