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Frust, Hoffnung und neue Ideen: Bilanz des Museumsjahrs

Frankfurt am Main  

Frust, Hoffnung und neue Ideen: Bilanz des Museumsjahrs

28.11.2020, 10:21 Uhr | dpa

Frust, Hoffnung und neue Ideen: Bilanz des Museumsjahrs. Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Verlegen, verlängern oder ins Digitale flüchten - Hessens Museen haben im Corona-Jahr 2020 sehr unterschiedlich auf die Corona-Beschränkungen reagiert. Neben ihren festen Beständen haben die Einrichtungen Sonderschauen, die zeitlich befristet sind. Diese wurden oft verschoben, aber selten ganz abgesagt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.

In der Frankfurter Kunsthalle Schirn war die Ausstellung "Fantastische Frauen" der Höhepunkt. Rund 260 Werke von 34 Künstlerinnen hätten erstmals den weiblichen Beitrag zum Surrealismus beleuchtet, sagte eine Sprecherin. Die Ausstellung wurde Mitte Februar eröffnet - musste aber knapp vier Wochen später schließen. Erst Anfang Mai ging es mit Hygiene- und Sicherheitskonzept weiter, dann allerdings mit Verlängerung bis Anfang Juli. Außerdem seien Öffnungszeiten erweitert und Vermittlungsangebote auf digitalen Kanälen intensiviert worden. Trotz Beschränkungen kamen 100 000 Besucher. "Angesichts der besonderen Umstände ist dies ein ausgesprochen positives Ergebnis."

Das Städel Museum Frankfurt plante zwei Höhepunkte für 2020: Die Sonderausstellung "En passant. Impressionismus in Skulptur" im Frühjahr habe man dank der Bereitschaft der Leihgeber bis Ende Oktober verlängern können, sagte eine Städel-Sprecherin. Für den Winter war "Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam" geplant, eine Kooperation mit der National Gallery of Canada in Ottawa. Sie wurde verschoben und werde nun das Ausstellungshighlight 2021.

Die Kunsthalle Gießen plante vier Ausstellungen mit internationalen Künstlern sowie eine Kooperation mit der Tanzcompagnie Gießen. Auf Corona habe man mit einem modifizierten Programm reagiert. Beispielsweise startet die Einzelausstellung der Britin Emma Talbot nun im Januar 2021. Der Besucherrückgang betrage über 50 Prozent.

Wenig Glück hatte das Oberhessische Museum in Gießen mit der Sonderausstellung "Feuer und Flamme für diese Stadt". Sie halte nun den Rekord bei längster Installationszeit die kürzeste Öffnungszeit aufzuweisen, teilte das Museum mit. Die Schau im Alten Schloss wurde am 13. März eröffnet, ab dem 16. März wurden die Museen geschlossen. Wegen Sanierungsarbeiten folgte der Neustart erst am 27. Oktober - ab 1. November war die Schau wieder zu. Angesichts des Wunschs vieler Interessierter denke man über eine zweite Verlängerung nach.

In Kassel ging man auf Nummer sicher: "Wir haben unser Themenjahr "Wasser" und die damit verbundene Ausstellung "Kassel...mit allen Wassern gewaschen!" um genau ein Jahr verschoben", sagte eine Sprecherin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Man werde sie nun hoffentlich am 16. Mai eröffnen können.

In Fulda hatte das Vonderau Museum drei größere Ausstellungen geplant. "Die wichtigste und teuerste davon wäre gewesen "Make it new", eine internationale Kunstausstellung, in der Werke zeitgenössischer Künstler Handschriften aus dem 10. Jahrhunderte mit den Kreuzgedichten von Rabanus Maurus gegenübergestellt werden sollten", erklärte die Stadt. Geplant war die Schau von August bis November. "Sie musste wegen Corona abgesagt werden."

Das Landesmuseum Darmstadt wollte seinen 200. Geburtstag mit fünf hochkarätigen Ausstellungen, einem Festakt und einem Publikumswochenende feiern. Der Auftakt mit einer Schau zur Installation "Block Beuys" lief gut. Dann kam der erste Lockdown. Die Schau wurde bis in den September verlängert. Die Rauminstallation "Songs for the Air" wurde in den August verschoben und könne bis zum 28. März verlängert werden, sagte eine Sprecherin. Angesichts der großen Pläne ist man in Darmstadt eher ernüchtert. "Im Vergleich damit sind die Zahlen, die wir in Folge der Corona-Pandemie erzielen konnten, sehr enttäuschend", sagte eine Sprecherin.

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